--- title: "Automation in Operations: Monitoring, Controls and Ownership After Go-Live" description: "Wie Datenqualität, Standardisierung und Monitoring die Automatisierung von Rechnungsprozessen und End-to-End-Prozessqualität bestimmen." canonical_url: "https://www.shiftfinance.de/mediathek/asset/automation-in-operations-monitoring-controls-and-ownership-after-go-live.html" published: "2026-02-04" updated: "2026-04-26" language: "de" content_type: "VideoObject" publisher: "" --- # Automation in Operations: Monitoring, Controls and Ownership After Go-Live **Aufgezeichnet am:** 21.04.2026 **Dauer:** 30 Min. ## Sprecher - [Karsten Reinert](/experten/karsten-reinert.html) — Manager Project Accounting, ifm-Unternehmensgruppe - [Andrea Andersen](/experten/andrea-andersen.html) — Senior Business Analystin & Projekt Managerin (PMP), Business Analysis & Consulting - [Eva Weber](/experten/eva-weber.html) — Product Marketing Manager, Quadient Wie Datenqualität, Standardisierung und Monitoring die Automatisierung von Rechnungsprozessen und End-to-End-Prozessqualität bestimmen. Im Panel diskutieren Vertreter:innen aus Industrie, Beratung und Produktmanagement die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Automatisierung von Rechnungswesen-Prozessen in großen Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen die Wechselwirkungen zwischen Datenqualität, Standardisierung, menschlichem Einfluss und der organisatorischen Verankerung von Verantwortlichkeiten. Die Diskussion bietet einen praxisorientierten Zugang, indem sie unterschiedliche Perspektiven auf die Dunkelverbuchung, die Integration strukturierter Datenformate wie ZUGFeRD und die Rolle intelligenter Systeme im Umgang mit Ausnahmen zusammenführt. Besonderes Augenmerk liegt auf der End-to-End-Betrachtung von Prozessen, der Zusammenarbeit zwischen Accounting, IT und Dienstleistern sowie der Notwendigkeit klar definierter Ownership-Strukturen. Die Panelist:innen betonen, dass die Automatisierungsquote maßgeblich von der Qualität und Standardisierung der Eingangsdaten abhängt. Strukturierte Formate wie ZUGFeRD ermöglichen Effizienzgewinne, setzen aber die konsequente Einhaltung von Standards durch Lieferanten voraus. Intelligente Systeme wie OCR mit Machine Learning können wiederkehrende Ausnahmen erkennen und mittelfristig standardisieren, sollten jedoch nicht als Ersatz für Prozessoptimierung dienen. Die Diskussion hebt hervor, dass Monitoring und Kontrolle insbesondere in der Einführungsphase entscheidend sind, um Fehler frühzeitig zu identifizieren und Vertrauen in die Automatisierung zu schaffen. Klare Verantwortlichkeiten für Prozess, Automatisierung und Datenmanagement sowie abteilungsübergreifende Zusammenarbeit gelten als zentrale Voraussetzungen für nachhaltige Prozessqualität. Die Panelist:innen empfehlen, Automatisierung als kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu begreifen und auch angrenzende Bereiche wie Reisekosten- und Kreditkartenbelegwesen frühzeitig in die Strategie einzubeziehen. ## Kernaussagen -

Die Automatisierungsquote bei Rechnungsprozessen hängt maßgeblich von der Datenqualität, Standardisierung und dem menschlichen Einflussfaktor ab. - Strukturierte Datenformate wie E-Rechnung ermöglichen signifikante Effizienzgewinne, setzen aber voraus, dass Lieferanten und interne Prozesse die Standards konsequent einhalten. - Intelligente Systeme wie KI können Ausnahmen im Rechnungsprozess lernen und mittelfristig standardisieren, sollten aber nicht als Workaround für schlechte Prozesse eingesetzt werden. - Effektives Monitoring und engmaschige Kontrolle sind in der Einführungsphase von Automatisierungslösungen essenziell, um Fehler frühzeitig zu erkennen und Prozessqualität sicherzustellen. - Klare Verantwortlichkeiten (Ownership) für Prozess, Automatisierung und Daten müssen definiert und abteilungsübergreifend gelebt werden, um nachhaltige End-to-End-Prozessqualität zu gewährleisten.

## Zitat > Automatisierung hängt immer an der Datenqualität – und am Faktor Mensch. 60 Prozent Dunkelverarbeitung sind nur realistisch, wenn alle Beteiligten sauber arbeiten und Standards einhalten. – Andrea Andersen Mit strukturierten Daten und standardisierten Prozessen können wir die seltene Verbuchung auf 50 bis 60 Prozent steigern. Die Ausnahme wird durch lernende Systeme zunehmend zur Regel. – Eva Weber Ownership für Automatisierung und Prozesse muss klar geregelt sein. Es reicht nicht, wenn jeder nur seinen Bereich betrachtet – wir brauchen End-to-End-Verantwortung und echte Zusammenarbeit zwischen Accounting, IT und Dienstleistern. – Karsten Reinert