Das Finance Operating Model beschreibt, wie eine Finance-Organisation aufgebaut ist: welche Aufgaben zentral, dezentral oder in Shared Services organisiert sind, wie Prozess-, Daten- und Technologieverantwortung verteilt sind und wie sich die Rollen von Accounting, Controlling und FP&A entwickeln. Nach dem Star-Modell (Galbraith) müssen Strategie, Struktur, Prozesse, Belohnungssysteme und Menschen aufeinander abgestimmt sein: Technologieprojekte, die nur die Struktur verändern, ohne Rollen und Anreize mitzudenken, bleiben wirkungslos.
Governance liegt quer über diesem Betriebsmodell: Sie definiert Entscheidungsrechte, Freigabelogiken, Audit Trails und die Kontrollen, unter denen alle Finance-Prozesse operieren dürfen. Mit wachsender Automatisierung und KI-Einsatz verschiebt sich Governance vom nachgelagerten Kontrollthema zum Gestaltungsprinzip: Governance by Design statt nachträglicher Prüfung. Für CFOs bedeutet das: Operating-Model-Entscheidungen wie Zentralisierung, Centers of Excellence oder Rollenschnitt und Governance-Entscheidungen wie Freigabestufen, Eskalationswege oder KI-Aufsicht lassen sich nicht getrennt treffen.
Auf den Shift/Finance Events wird diskutiert, wie ein belastbares Finance Operating Model Struktur, Prozesse und Governance so verbindet, dass Automatisierung Steuerungsfähigkeit erhöht statt sie zu gefährden.
GRC verbindet Unternehmenssteuerung, Risikomanagement und Regelkonformitaet. Warum dieses Zusammenspiel im Finance-Bereich ueber Abschluesse, interne Kontrollen und den KI-Einsatz entscheidet.
Agent Manager, FP&A Data Scientist, Digital Twin Guardian: Wie KI neue Rollenprofile im Finance-Team entstehen laesst und welche Kompetenzen heute an Bedeutung gewinnen.
Die bevorstehende E-Invoicing-Pflicht ist mehr als ein Compliance-Schritt. Wo sie als Katalysator für die Transformation des Finanzwesens wirkt, beschreibt Slavena Hristova-Rößler von Abbyy in ihrem Gastbeitrag.
Tax Governance beschreibt, wie Unternehmen steuerliche Compliance strukturell verankern: Tax CMS, Tax-Finance Interface und Tax by Design als Antwort auf Pillar Two, ViDA und wachsende regulatorische Anforderungen.
ViDA ist die umfassende EU-Mehrwertsteürreform, die durch Echtzeit-Meldungen, E-Rechnungspflicht B2B und Plattformhaftung zu Veränderungen bei Prozessarchitektur, ERP-Integration und Compliance-Logik führt.
IFRS 15, 16, 9 und IAS 36 sind keine abstrakten Standards sondern operative Anforderungen: an Buchungslogik, ERP-Systemarchitektur und HGB/IFRS-Parallelrechnungslegung. Was Finance-Controller und CFO-Funktionen wissen müssen.