Aktueller Überblick zu den Veränderungen der E-Rechnungspflicht in Europa

Aktueller Überblick zu den Veränderungen der E-Rechnungspflicht in Europa
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
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E-Rechnungspflicht in Europa: Integration von XML-Formaten und Digitalisierung des Purchase-to-Pay-Prozesses bis 2028.

Das Shift/Finance E-Invoicing Forum 2023 bietet einen tiefen Einblick in die regulatorischen und technischen Entwicklungen der E-Rechnungspflicht in Europa. Im Mittelpunkt steht die Integration strukturierter Rechnungsformate wie XML in bestehende Prozesse von Großunternehmen und KMU. Christian Brestrich von B&L Management Consulting beleuchtet die europäischen und deutschen Rahmenbedingungen und zeigt anhand konkreter Länderbeispiele, wie die Umsetzung in der Praxis erfolgt. Der Beitrag richtet sich an CFOs, Leiter Rechnungswesen und IT-Verantwortliche, die vor der Herausforderung stehen, gesetzliche Fristen einzuhalten und branchenspezifische Anforderungen zu meistern.


Im Vortrag wird deutlich, dass ab 2028 der Austausch von Papierrechnungen und nicht-strukturierten Formaten in der EU nicht mehr erlaubt ist. Die E-Rechnungspflicht basiert auf der EU-Norm EN 16931 und erfordert die Nutzung strukturierter XML-Datensätze. Brestrich betont die Notwendigkeit einer durchgängigen Digitalisierung des Purchase-to-Pay-Prozesses, wobei KI eine zunehmende Rolle spielt. Er verweist auf die Herausforderungen bei der technischen Anpassung von Fakturierungssystemen und Buchhaltungssoftware, insbesondere für KMU. Anreize wie kostenfreie Archivierung könnten die Akzeptanz der E-Rechnungspflicht erhöhen. Der Vortrag bietet praxisnahe Einblicke und zeigt, wie Unternehmen sich frühzeitig auf die Umstellung vorbereiten können.

Die Prozessnotwendigkeit, digitaler zu werden, wird durch die aktuelle Gesetzeslage nach vorne geschoben. – Christian Brestrich


Ab 2028 ist die Papierrechnung in Deutschland verboten, und alle anderen Formate außer XML-Dateien gemäß EN16931 sind nicht mehr erlaubt. – Christian Brestrich


Viele Unternehmen sind sich der kommenden E-Rechnungspflicht noch nicht bewusst, da das Thema im Wachstumschancengesetz versteckt wurde. – Christian Brestrich

  • Ab 2028 ist der Austausch von Papierrechnungen und nicht-strukturierten Formaten wie PDF in der EU nicht mehr erlaubt.
  • Die E-Rechnungspflicht basiert auf der EU-Norm EN 16931 und erfordert die Nutzung strukturierter XML-Datensätze.
  • Kleine Unternehmen müssen ab 2025 in der Lage sein, XML-Rechnungen zu empfangen, während größere Unternehmen ab 2026 auch nur noch strukturierte Rechnungen versenden dürfen.
  • Die Umsetzung der E-Rechnungspflicht erfordert Anpassungen in Buchhaltungs- und Fakturierungssystemen sowie die Einhaltung länderspezifischer Regelungen.
  • Anreize wie kostenfreie Archivierung und vereinfachte Tools könnten die Akzeptanz der E-Rechnungspflicht bei KMU erhöhen.

Die Einführung der E-Rechnungspflicht in Europa stellt eine strategische Herausforderung dar, die weit über die bloße Anpassung von Rechnungsformaten hinausgeht. Sie zwingt Unternehmen, insbesondere CFOs und IT-Leiter, zur umfassenden Digitalisierung ihrer Finanzprozesse. Diese Transformation offenbart ein Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit zur Modernisierung und der bestehenden Zurückhaltung vieler Unternehmen, die sich oft auf traditionelle Prozesse verlassen. Ein zentraler Konflikt liegt in der Verantwortungsverschiebung: Während die Gesetzgebung klare Vorgaben macht, bleibt die Umsetzung in der Praxis häufig unklar. Die strukturellen Widersprüche zwischen den Anforderungen der EU-Norm EN 16931 und den bestehenden Systemen erfordern eine kritische Auseinandersetzung mit den internen Prozessen und eine strategische Neuausrichtung, um die Effizienz und Compliance zu gewährleisten.


Der Beitrag fordert Unternehmen auf, proaktiv die technischen Voraussetzungen für die Integration strukturierter Rechnungsformate zu schaffen. Er betont die Notwendigkeit, Informationsdefizite abzubauen und die Akzeptanz durch Anreize wie kostenfreie Archivierung zu erhöhen. Die Diskussion um die E-Rechnungspflicht verschiebt die Perspektive von einer reinen Compliance-Aufgabe hin zu einer strategischen Chance für kulturellen Wandel und Prozessoptimierung. Die Inhalte regen dazu an, operative Praktiken mit strategischen Zielen zu verknüpfen und die Digitalisierung als Hebel für Effizienzsteigerungen zu nutzen. Die Zielgruppe wird aufgefordert, sich frühzeitig auf die Umstellung vorzubereiten, um nicht nur den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden, sondern auch Wettbewerbsvorteile durch beschleunigte Prozesse zu realisieren.

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