E-Rechnungspflicht 2025 - Bekommen wir nun endlich Fahrt bei der Digitalisierung der Rechnungsprozesse?

E-Rechnungspflicht 2025 - Bekommen wir nun endlich Fahrt bei der Digitalisierung der Rechnungsprozesse?
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
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E-Rechnungspflicht 2025: Chancen und Herausforderungen für die Digitalisierung von Rechnungsprozessen im Mittelstand und öffentlichem Sektor.

Die Paneldiskussion auf dem Shift/Finance E-Invoicing Forum 2023 beleuchtet die bevorstehende E-Rechnungspflicht 2025 und deren Einfluss auf die Digitalisierung von Rechnungsprozessen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen die gesetzlichen Vorgaben umsetzen und welche Standards wie X-Rechnung und ZUGFeRD dabei eine Rolle spielen. Die Diskussion bietet Einblicke in die Herausforderungen und Chancen, die sich für mittelständische Unternehmen und die öffentliche Verwaltung ergeben. Die Sprecher:innen bringen unterschiedliche Perspektiven ein, von der Notwendigkeit interner Prozessanpassungen bis hin zur Bedeutung partnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen Sendern und Empfängern elektronischer Rechnungen.


Die Diskussion zeigt, dass die E-Rechnungspflicht als Katalysator für die Digitalisierung dient, jedoch umfassende Prozessanpassungen erfordert. Standards wie X-Rechnung und ZUGFeRD sind zentral, doch herrscht Unsicherheit über deren Verbreitung. Die Panelisten betonen die Bedeutung der Einbindung von Mitarbeitenden und die Berücksichtigung von End-to-End-Prozessen. Herausforderungen bestehen insbesondere bei der Integration von Kleinbetragsrechnungen in digitale Prozesse. Die Nutzung von KI kann die Automatisierung unterstützen, setzt jedoch eine solide Datenbasis voraus. Die Panelisten empfehlen, die Digitalisierung als Chance zu begreifen und interne Prozesse zu optimieren, um die Vorteile der E-Rechnungspflicht voll auszuschöpfen.

Was jetzt noch wirklich fehlt, ist der Push auch in der Privatwirtschaft. Nur wenn alle Stakeholder mitziehen, kann die E-Rechnungspflicht flächendeckend zum Erfolg werden. – Nina Harms


Ein großer Bremser war damals das Thema Signatur. Die qualifizierte elektronische Signatur hat dazu geführt, dass die E-Rechnung kaum Durchdringung gefunden hat. – Christian Brestrich


Viele Unternehmen sind noch nicht bereit für die Digitalisierung. Sie müssen erst ihre internen Prozesse strukturieren, bevor sie sich mit Standards und Formaten beschäftigen. – Mark Stichert


Die KI ist keine eierlegende Wollmilchsau. Sie kann unterstützen, aber sie löst nicht alle Probleme. – Alham Schmidt

  • Die E-Rechnungspflicht 2025 bietet eine Chance zur Digitalisierung, erfordert jedoch eine umfassende Prozessanpassung in Unternehmen.
  • Standards wie X-Rechnung und Zugpferd sind zentral, jedoch besteht weiterhin Unsicherheit über deren Verbreitung und Anwendung.
  • Erfolgreiche Digitalisierung erfordert die Einbindung von Mitarbeitenden und die Berücksichtigung von End-to-End-Prozessen.
  • Kleinbetragsrechnungen und deren Integration in digitale Prozesse stellen eine besondere Herausforderung dar.
  • Die Nutzung von KI kann die Automatisierung und Analyse im Rechnungswesen unterstützen, setzt jedoch eine solide Datenbasis voraus.

Die E-Rechnungspflicht 2025 stellt einen bedeutenden strategischen Wendepunkt für die Digitalisierung von Rechnungsprozessen dar, insbesondere für mittelständische Unternehmen und die öffentliche Verwaltung. Sie zwingt Unternehmen, sich mit der tiefgreifenden Transformation ihrer Finanzprozesse auseinanderzusetzen, was oft auf strukturelle Barrieren und kulturelle Widerstände trifft. Ein zentrales Spannungsfeld liegt in der Diskrepanz zwischen der Notwendigkeit zur Standardisierung und der bestehenden Heterogenität der Formate und Prozesse. Diese Divergenz wird durch föderale Unterschiede und branchenspezifische Anforderungen verstärkt, was die Implementierung erschwert. Zudem offenbart sich ein blinder Fleck in der mangelnden Einbindung von Mitarbeitenden und der unzureichenden Berücksichtigung von End-to-End-Prozessen, was die Effektivität der Digitalisierung untergräbt. Die Diskussion verdeutlicht, dass die E-Rechnungspflicht nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch eine kulturelle und organisatorische ist, die eine umfassende Veränderung der Denkweise erfordert.


Aus dem Beitrag ergeben sich klare Prinzipien für die Umsetzung der E-Rechnungspflicht, die über die bloße Einhaltung gesetzlicher Vorgaben hinausgehen. Unternehmen sollten ihre internen Prozesse gründlich analysieren und optimieren, bevor sie sich auf die Auswahl technischer Lösungen konzentrieren. Die Einbindung der Mitarbeitenden und die Betrachtung der Digitalisierung als ganzheitliches Projekt sind entscheidend, um die Potenziale voll auszuschöpfen. Die Panelisten fordern dazu auf, Unsicherheiten zu akzeptieren und proaktiv mit der Prozessoptimierung zu beginnen, um die Vorteile der Digitalisierung zu realisieren. Diese Perspektive verschiebt den Fokus von einer reinen Compliance-Übung hin zu einer strategischen Chance für kulturellen Wandel und operative Exzellenz. Die Diskussion leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des Themas, indem sie die Notwendigkeit einer integrativen und zukunftsorientierten Herangehensweise betont.

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