Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Automatisierung und Integration moderner E-Procurement-Lösungen das Operating Model im Procure-to-Pay-Prozess (P2P) von Unternehmen verändern. Die Diskussion beleuchtet die Herausforderungen, die sich aus der Einbindung neuer Tools in bestehende Systemlandschaften ergeben, insbesondere im Spannungsfeld zwischen Legacy-Systemen, begrenzten IT-Ressourcen und der Notwendigkeit, Endnutzern einen möglichst barrierearmen Zugang zu Einkaufsprozessen zu ermöglichen. Die Perspektive einer erfahrenen Projektleiterin, die zahlreiche P2P-Implementierungen verantwortet hat, prägt den Beitrag: Sie beschreibt, wie die technische Integration, die Harmonisierung organisatorischer Abläufe und die Akzeptanz bei den Nutzern ineinandergreifen und welche Rolle Change Management und Compliance dabei spielen.
Kernpunkte sind die Automatisierung von Kontierung, Warengruppenfindung und Rechnungsprüfung sowie die Integration von Bestellprozessen in bestehende Kommunikationsplattformen wie Microsoft Teams. Die Panelistin hebt hervor, dass die Unternehmensgröße weniger entscheidend ist als die Anzahl der Bedarfsträger mit unregelmäßigem Bestellverhalten. Sie erläutert, wie flexible Plattformlösungen die Arbeit des Einkaufs erleichtern, indem sie Kataloge und Lieferantenmärkte direkt einbinden und so No-Touch-Prozesse ermöglichen. Herausforderungen liegen vor allem in der Datenqualität, der Definition klarer Ziele für KI-basierte Automatisierung und der Überwindung etablierter Einkaufsgewohnheiten. Die Diskussion zeigt, dass ein automatisierter P2P-Prozess ab einer bestimmten Unternehmensgröße sinnvoll ist, um Compliance und Effizienz zu sichern, und dass die Auswahl der passenden Lösung von der spezifischen Prozesslandschaft und Nutzerstruktur abhängt.