Record-To-Report FORUM
Die Automatisierung im Rechnungswesen ist technisch weit vorangeschritten, während Anforderungen an Geschwindigkeit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit weiter steigen. Gleichzeitig wird erfahrene Accounting-Expertise knapper. Der Financial Close gerät damit weniger aus technologischen Gründen unter Druck, sondern durch strukturelle Grenzen im bestehenden Operating Model.
Das Shift/Finance Record-to-Report FORUM bietet einen interaktiven Erfahrungsaustausch zur Diskussion dieser Neuausrichtung. Im Mittelpunkt steht nicht die Automatisierung an sich, sondern die Frage, unter welchen fachlichen, organisatorischen und Governance-Voraussetzungen automatisierte Zahlen als belastbar gelten. Das FORUM greift diese Verschiebungen auf und diskutiert ihre Bedeutung für Abschluss- und Reportinglogiken sowie für ein tragfähiges Finance Operating Model.
Wo KI die Closing-Logik verschiebt
Viele Organisationen haben das Rechnungswesen technisch weit automatisiert. Belege fließen digital ein, Buchungen laufen regelbasiert, Abschlussprozesse sind standardisiert. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Tempo, Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Erfahrene Accounting-Expertise wird knapper. Der klassische Close verliert damit seine personelle Absicherung.
Im Closing verschiebt sich die Kernfrage. Es geht nicht mehr darum, ob Systeme buchen können. Entscheidend ist, wann Zahlen als belastbar gelten. Wenn Reviews wegfallen und Erfahrung fehlt, müssen Regeln, Kontrollen und Verantwortlichkeiten Sicherheit erzeugen. Governance wird zum Engpassfaktor.
Diese Verschiebung zeigt sich bereits im Arbeitsalltag:
- Abstimmungen laufen kontinuierlich statt gesammelt zum Stichtag
- Bewertungen und Rückstellungen entstehen früher im Prozess
- Journale folgen festen Regeln statt individueller Prüfung
- Kontrollen wandern vom Periodenende in den laufenden Betrieb
- Abschlussarbeiten rücken zeitlich nach vorne
So entsteht eine neue Realität im Finanzabschluss. Der klassische Stichtags-Close greift nicht mehr. Ein durchgängiger Continuous Close ist selten erreicht. Dazwischen wächst ein Spannungsfeld, in dem neue Risiken, Abhängigkeiten und ungeklärte Strukturfragen entstehen.

Impulse für veränderte Abschluss- und Reportinglogiken
m Record-to-Report verschieben sich Abschluss- und Reportinglogiken schrittweise, oft ohne klares Zielbild. Tätigkeiten wandern vor den Stichtag, Bewertungen erfolgen früher, Kontrollen verlagern sich in den Prozess. Diese Veränderungen entstehen selten aus einem Masterplan, sondern aus Effizienzdruck, Personalknappheit und steigenden Anforderungen an Transparenz und Nachvollziehbarkeit.
Das R2R FORUM fokussiert genau diese Verschiebungen. Im Mittelpunkt stehen die fachlichen Learnings aus der Praxis: Wo greifen neue Abschlusslogiken bereits? Wo entstehen Brüche zwischen Buchung, Reconciliation, Bewertung und Reporting? Und welche Governance-, Rollen- und Entscheidungsfragen entscheiden darüber, ob diese Veränderungen Entlastung schaffen oder neue Risiken erzeugen?
Der thematische Schwerpunkt liegt damit nicht auf dem Endziel eines vollständigen Continuous Close, sondern auf der realen Zwischenstufe, in der sich viele Organisationen aktuell bewegen – und in der sich zeigt, wie tragfähig bestehende Abschluss- und Reportinglogiken wirklich sind.

Raum für strukturierte R2R-Diskussionen
Das Shift/Finance Record-to-Report FORUM ist als interaktive Online-Konferenz konzipiert. Fachvorträge, Praxisbeispiele und moderierte Diskussionen greifen ineinander und schaffen Raum für Einordnung, Rückfragen und Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe. Die Moderation führt bewusst durch die Themen und bindet Perspektiven der Teilnehmenden aktiv ein.
Alle Sessions werden aufgezeichnet und stehen im Anschluss im Rahmen des Premium-Zugangs zur Verfügung. So bleibt das FORUM nicht auf den Veranstaltungstag beschränkt, sondern dient als inhaltliche Referenz für laufende R2R-Initiativen, interne Diskussionen und Projektarbeit.
