KI & Finance Automation: Wie verändert sich das Finanz- & Rechnungswesen

KI & Finance Automation: Wie verändert sich das Finanz- & Rechnungswesen
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
Mitschrift verfügbar

Automatisierung im Finanzwesen gelingt nur mit klaren Prozessen, Datenqualität und organisationaler Reife – Praxisansätze aus dem Mittelstand.

Automatisierung und der Einsatz neuer Technologien im Finanz- und Rechnungswesen stehen im Mittelpunkt einer Paneldiskussion mit CFOs und Beratungsexpertise aus dem produzierenden Mittelstand. Die Diskussion beleuchtet, wie Unternehmen mit unterschiedlichen Reifegraden und Branchenhintergründen an die Transformation ihrer Finanzprozesse herangehen. Im Fokus stehen die Voraussetzungen für erfolgreiche Automatisierung, die Bedeutung von End-to-End-Prozessen und Datenqualität sowie die Rolle der Organisation und Führung. Die Panelisten bringen Erfahrungen aus Luftfahrt, Automotive, Medizintechnik und Holzindustrie ein und diskutieren, wie operative Anforderungen und Transformationsprojekte miteinander vereinbar sind.

Im Austausch werden zentrale Herausforderungen und Lösungsansätze herausgearbeitet: Automatisierung und Technologien wie KI entfalten nur dort Wirkung, wo Prozesse klar definiert und Verantwortlichkeiten eindeutig geregelt sind. Die Panelisten betonen, dass strukturelle Unklarheiten durch Automatisierung nicht gelöst, sondern verstärkt werden können. Die Diskussion hebt die Notwendigkeit hervor, Daten und Prozesse gezielt zu vereinfachen, Use Cases für Automatisierung pragmatisch auszuwählen und die Organisation durch Kompetenzaufbau und Verantwortungsübernahme zu befähigen. Die Integration von Transformation in den laufenden Betrieb, das Hinterfragen von Routinen und die Konzentration auf wiederkehrende operative Probleme werden als zentrale Hebel für Akzeptanz und nachhaltige Veränderung identifiziert.

Automatisierung und KI lösen keine strukturellen Unklarheiten – sie verstärken sie, wenn Prozesse, Verantwortlichkeiten oder Datenlogiken nicht sauber sind. – Tanja Berovic

Wir haben so viele Themen, an denen wir arbeiten müssen und dürfen, wenn wir keinen manuellen Aufwand mehr hätten – aber dafür braucht es die Reife der Organisation und die Akzeptanz, Automatisierung wirklich zuzulassen. – Antonia Frenzel

Das eigentliche Problem liegt selten an den Daten selbst, sondern daran, dass sie nicht an der richtigen Stelle liegen – und das ist letztlich ein Führungs- und Organisationsproblem. – Christoph Gentz

  • Automatisierung und KI verstärken bestehende strukturelle Unklarheiten, wenn Prozesse und Datenlogiken nicht sauber definiert sind.

  • Der Reifegrad der Organisation ist entscheidend für den Erfolg von Automatisierung und KI, nicht die Technologie selbst.
  • Datenqualität und End-to-End-Prozesse müssen vor der Einführung neuer Technologien gezielt verbessert und vereinfacht werden.
  • Transformation im Finanzbereich erfordert klare Verantwortlichkeiten, nachvollziehbare Entscheidungen und die Befähigung der Mitarbeitenden.
  • Operative Deadlines dürfen nicht die notwendige Transformation verhindern – kleine, pragmatische Schritte und gezielte Use Cases schaffen Freiräume und Akzeptanz.

Automatisierung im Finanz- und Rechnungswesen offenbart einen grundlegenden Zielkonflikt zwischen technologischem Fortschritt und organisationaler Reife. Die Diskussion legt offen, dass nicht fehlende Tools, sondern unklare Verantwortlichkeiten, fragmentierte Datenlogiken und mangelnde Transparenz in End-to-End-Prozessen die eigentlichen Barrieren für Transformation sind. Der verbreitete Denkfehler, Technologie könne strukturelle Defizite kompensieren, führt zu einer gefährlichen Verantwortungsverschiebung: Statt Prozesse und Datenmodelle zu harmonisieren, wird Automatisierung als Allheilmittel missverstanden. Gerade im Mittelstand, wo Erfahrungswissen und gewachsene Routinen dominieren, entstehen so blinde Flecken – etwa, wenn operative Zwänge wie Monatsabschlüsse als Ausrede dienen, um notwendige Veränderungen aufzuschieben. Die Panelisten machen deutlich, dass Transformation im Finanzbereich weit mehr als ein IT-Projekt ist. Sie erfordert ein Umdenken auf Führungsebene, das Routinen hinterfragt, Prioritäten neu setzt und die Organisation befähigt, Unsicherheiten produktiv zu adressieren.

Für die Zielgruppe liefert der Beitrag konkrete Reflexionsimpulse: Automatisierung gelingt nur, wenn Datenqualität und Prozessklarheit als Führungsaufgabe verstanden und aktiv gestaltet werden. Kleine, pragmatische Schritte und gezielte Use Cases schaffen Freiräume und Akzeptanz, ohne operative Notwendigkeiten zu ignorieren. Die Empfehlung, Routinen bewusst zu hinterfragen und bereichsübergreifende Teams einzusetzen, verschiebt die Perspektive von technikgetriebener Optimierung hin zu einer lernenden Organisation. CFOs und Geschäftsleitungen sind gefordert, operative Praxis und strategische Zielsetzung in Einklang zu bringen, indem sie Transformation als kontinuierlichen, kulturellen Prozess begreifen. Der Beitrag fordert dazu auf, Verantwortung für Daten und Prozesse nicht zu delegieren, sondern als zentrales Element der eigenen Führungsarbeit zu etablieren – und so die Grundlage für nachhaltige Veränderung im Finanzbereich zu schaffen.

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