Regulatorische Anforderungen wie WIDA und neue Meldepflichten verändern die Rahmenbedingungen für die Automatisierung der Eingangsrechnungsverarbeitung im Accounting grundlegend. Die Session adressiert die Herausforderungen, vor denen Finanzbuchhaltungen und IT-Projektleitungen in Unternehmen ab 500 Mitarbeitenden stehen, und zeigt praxisnah, wie sich DMS-Workflows, Mail Gateway und KI-gestützte Rechnungsverarbeitung in bestehende Systemlandschaften integrieren lassen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen ihre Prozesse rechts- und revisionssicher gestalten, Standardfälle automatisieren und sich auf die Umstellungen bis 2030 vorbereiten können. Die Speaker bieten einen Zugang, der technische Tiefe mit konkreten Projektbeispielen verbindet und die Integration verschiedener Rechnungsformate (PDF, XML, ZUGFeRD) sowie die Einbindung von Peppol und Mail Gateway in den Fokus rückt.
Im inhaltlichen Verlauf wird deutlich, dass die Automatisierung der Rechnungsverarbeitung auf mehreren Ebenen erfolgt: Regelbasierte Workflows übernehmen Standardfälle, während Large Language Models insbesondere bei der Feldzuordnung und bei Sonderfällen unterstützen. Das zentrale Mail Gateway validiert, erkennt Fehler und steuert den Rechnungseingang über verschiedene Kanäle. Die Integration von Mensch und Maschine bleibt wesentlich, da kritische Fälle weiterhin eine manuelle Kontrolle erfordern. Die Speaker empfehlen, den Reifegrad der eigenen Organisation zu bestimmen, Pilotprojekte zu starten und die Zeit bis 2030 für eine schrittweise Modernisierung zu nutzen. Die vorgestellten Lösungen adressieren sowohl die technische als auch die organisatorische Komplexität und bieten konkrete Handlungsoptionen für die Umsetzung regulatorischer Anforderungen.