Die E‑Rechnung war erst der Anfang – 2030 wird zum Wendepunkt für Finance‑Teams.

Die E‑Rechnung war erst der Anfang – 2030 wird zum Wendepunkt für Finance‑Teams.
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
Mitschrift verfügbar

Regulatorik, Automatisierung und KI: Wie Finance-Teams Rechnungsprozesse bis 2030 rechts- und revisionssicher modernisieren.

Regulatorische Anforderungen wie WIDA und neue Meldepflichten verändern die Rahmenbedingungen für die Automatisierung der Eingangsrechnungsverarbeitung im Accounting grundlegend. Die Session adressiert die Herausforderungen, vor denen Finanzbuchhaltungen und IT-Projektleitungen in Unternehmen ab 500 Mitarbeitenden stehen, und zeigt praxisnah, wie sich DMS-Workflows, Mail Gateway und KI-gestützte Rechnungsverarbeitung in bestehende Systemlandschaften integrieren lassen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen ihre Prozesse rechts- und revisionssicher gestalten, Standardfälle automatisieren und sich auf die Umstellungen bis 2030 vorbereiten können. Die Speaker bieten einen Zugang, der technische Tiefe mit konkreten Projektbeispielen verbindet und die Integration verschiedener Rechnungsformate (PDF, XML, ZUGFeRD) sowie die Einbindung von Peppol und Mail Gateway in den Fokus rückt.

Im inhaltlichen Verlauf wird deutlich, dass die Automatisierung der Rechnungsverarbeitung auf mehreren Ebenen erfolgt: Regelbasierte Workflows übernehmen Standardfälle, während Large Language Models insbesondere bei der Feldzuordnung und bei Sonderfällen unterstützen. Das zentrale Mail Gateway validiert, erkennt Fehler und steuert den Rechnungseingang über verschiedene Kanäle. Die Integration von Mensch und Maschine bleibt wesentlich, da kritische Fälle weiterhin eine manuelle Kontrolle erfordern. Die Speaker empfehlen, den Reifegrad der eigenen Organisation zu bestimmen, Pilotprojekte zu starten und die Zeit bis 2030 für eine schrittweise Modernisierung zu nutzen. Die vorgestellten Lösungen adressieren sowohl die technische als auch die organisatorische Komplexität und bieten konkrete Handlungsoptionen für die Umsetzung regulatorischer Anforderungen.

2030 wird zum Wendepunkt: Wer seine Rechnungsprozesse nicht jetzt digitalisiert und automatisiert, riskiert organisatorisches Chaos und steigende Kosten. – Christian Große-Brookhuis

Die eigentliche Effizienz entsteht, wenn Mensch und KI im Invoice-Prozess zusammenarbeiten: 70 bis 80 Prozent der Standardfälle laufen automatisiert, für Sonderfälle bleibt der Mensch im Loop. – Felix True

Wir setzen KI gezielt dort ein, wo klassische Regeln an ihre Grenzen stoßen – aber die finale Kontrolle und Verantwortung bleibt immer beim Menschen. – Felix True

  • 2030 wird ein Wendepunkt für Finance-Teams durch neue regulatorische Anforderungen wie WIDA und Meldepflichten bei E-Rechnungen.

  • Die Automatisierung der Eingangsrechnungsverarbeitung erfordert die Integration verschiedener Rechnungsformate (PDF, XML, ZUGFeRD) in einen durchgängigen DMS-Workflow.
  • KI-gestützte Lösungen wie Large Language Models unterstützen insbesondere bei Sonderfällen und der intelligenten Feldzuordnung, während Standardfälle regelbasiert automatisiert werden.
  • Ein zentrales Mail Gateway ermöglicht die Validierung, Fehlererkennung und Steuerung des Rechnungseingangs über verschiedene Kanäle und Formate.
  • Der Mensch bleibt im Prozess als Kontrollinstanz für kritische Fälle (Human in the Loop), insbesondere bei abweichenden oder fehlerhaften Rechnungen.

Die Automatisierung der Eingangsrechnungsverarbeitung steht exemplarisch für den tiefgreifenden Wandel im Finanzbereich, der weit über technische Prozessoptimierung hinausgeht. Im Zentrum steht die strategische Herausforderung, regulatorische Anforderungen wie WIDA und Meldepflichten nicht als reine Compliance-Aufgabe zu adressieren, sondern als Hebel für eine grundlegende Transformation der Arbeitsorganisation. Die Diskussion um die Integration von DMS-Workflows, Mail Gateways und KI-gestützten Extraktionsdiensten legt einen blinden Fleck offen: Viele Unternehmen unterschätzen die kulturelle und strukturelle Komplexität, die mit der Ablösung gewachsener, oft informeller Routinen durch durchgängig digitale, revisionssichere Prozesse einhergeht. Die eigentliche Spannung entsteht zwischen dem Wunsch nach maximaler Automatisierung und der Notwendigkeit, menschliche Kontrollinstanzen gezielt dort einzubinden, wo Unsicherheiten, Sonderfälle oder regulatorische Risiken auftreten. Verantwortungsverschiebungen – etwa von der Sachbearbeitung hin zu Systemen und zurück – werden zum Prüfstein für Führung und Governance im Accounting.

Der Beitrag fordert dazu auf, Automatisierung nicht als Selbstzweck zu begreifen, sondern als kontinuierlichen Reifeprozess, der technologische Innovation, Prozessstandardisierung und kulturelle Veränderungsbereitschaft verbindet. Die Empfehlung, Pilotprojekte frühzeitig zu starten und den eigenen Reifegrad regelmäßig zu evaluieren, adressiert die operative Praxis ebenso wie das strategische Ziel, bis 2030 eine belastbare, zukunftsfähige Finance-Organisation zu etablieren. Die Perspektive verschiebt sich: Nicht die vollständige Ablösung menschlicher Expertise durch KI, sondern die intelligente Kopplung von regelbasierten Workflows, lernenden Systemen und menschlicher Entscheidungskompetenz wird zum Erfolgsfaktor. Damit leistet der Beitrag einen Impuls für Führungskräfte, Automatisierung als Chance für nachhaltige Effizienzsteigerung, Compliance und Qualitätsverbesserung zu begreifen – vorausgesetzt, sie steuern aktiv die Balance zwischen Standardisierung, Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein.

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