Einführung: Rechnungsaustausch heute und morgen

Einführung: Rechnungsaustausch heute und morgen
Mitschnitt-Länge: 20 Minuten
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Christian Brestrich analysiert die Herausforderungen und Chancen des elektronischen Rechnungsaustauschs im öffentlichen und privaten Sektor.

Christian Brestrich beleuchtet in seinem Vortrag die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen des elektronischen Rechnungsaustauschs im öffentlichen und privaten Sektor. Der Fokus liegt auf den rechtlichen und technischen Anforderungen, die mit der Einführung von Standards wie XRechnung und ZUGFeRD verbunden sind. Besonders hervorzuheben ist die Betrachtung des gesamten Rechnungsprozesses von der Bestellung bis zur Archivierung, was eine ganzheitliche Optimierung ermöglicht. Diese Perspektive bietet den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die Komplexität der gesetzlichen Definitionen und deren Auswirkungen auf Lieferanten und öffentliche Auftraggeber.


Der Vortrag verdeutlicht, dass die Einführung elektronischer Rechnungen bereits im Beschaffungs- und Bestellprozess beginnt. Christian Brestrich hebt hervor, dass strukturierte Datenformate für eine echte Prozessautomatisierung unerlässlich sind. Die GoBD erlaubt nun mobiles Scannen und die Konvertierung strukturierter Rechnungen, was neue Möglichkeiten für die Digitalisierung eröffnet. Die Verpflichtung öffentlicher Auftraggeber zur Annahme von XRechnungen und die damit verbundenen Herausforderungen für Lieferanten werden detailliert erörtert. Abschließend wird die Bedeutung von Netzwerken und Portallösungen betont, die den Austausch standardisierter Formate erleichtern und somit die Integration in bestehende Systeme fördern.

Der elektronische Rechnungsprozess beginnt nicht mit der Rechnung selbst, sondern bereits beim Beschaffungs- und Bestellprozess. Je besser dieser organisiert ist, desto effizienter kann die Rechnungsprüfung erfolgen. – Christian Brestschich


Die aktuelle rechtliche Situation ist komplex, da es zwei unterschiedliche Definitionen für elektronische Rechnungen gibt: Eine im Umsatzsteuergesetz und eine im E-Rechnungsgesetz. Dies führt zu Unsicherheiten, insbesondere für Lieferanten, die sowohl an die öffentliche Hand als auch an die Wirtschaft liefern. – Christian Brestschich


Die Einführung elektronischer Rechnungsprozesse erfordert mehr als nur das Versenden von PDFs per E-Mail. Es geht darum, den gesamten Prozess zu optimieren und zu automatisieren, um echte Effizienzgewinne zu erzielen. – Christian Brestschich

  • Die Einführung elektronischer Rechnungsprozesse beginnt bereits beim Beschaffungs- und Bestellprozess und nicht erst bei der Rechnung selbst.
  • Die rechtlichen Definitionen elektronischer Rechnungen unterscheiden sich zwischen Umsatzsteuergesetz und E-Rechnungsgesetz, was zu Herausforderungen für Lieferanten führt.
  • Die GoBD wurde aktualisiert und erlaubt nun mobiles Scannen sowie die Konvertierung strukturierter Rechnungen unter Einhaltung der Auswertbarkeit.
  • Öffentliche Auftraggeber sind seit dem 18.04. verpflichtet, elektronische Rechnungen im Format XRechnung anzunehmen, während Lieferanten in einigen Bundesländern ebenfalls zur Nutzung verpflichtet sind.
  • Die Optimierung von Rechnungsprozessen erfordert eine Betrachtung des gesamten Prozesses, einschließlich der Integration von Netzwerken und Portallösungen.

Der elektronische Rechnungsaustausch steht im Spannungsfeld zwischen technologischer Innovation und regulatorischen Anforderungen. Für Unternehmen mit öffentlichem Auftrag und deren Lieferanten offenbart sich ein komplexes Geflecht aus unterschiedlichen gesetzlichen Definitionen und technischen Standards. Diese Diskrepanz zwischen Umsatzsteuergesetz und E-Rechnungsgesetz führt zu Unsicherheiten und erhöhtem Aufwand, insbesondere für Lieferanten, die sowohl an öffentliche als auch private Auftraggeber liefern. Die Herausforderung besteht darin, die Einführung elektronischer Rechnungen nicht isoliert zu betrachten, sondern als integralen Bestandteil eines umfassenden digitalen Transformationsprozesses, der bereits im Beschaffungs- und Bestellwesen beginnt. Hier zeigt sich ein blinder Fleck: Die Notwendigkeit, bestehende Prozesse zu hinterfragen und ganzheitlich zu optimieren, um die Effizienz und Compliance zu gewährleisten.


Der Beitrag fordert die Zielgruppe auf, über die reine Implementierung technischer Lösungen hinauszugehen und die strategische Bedeutung strukturierter Datenformate wie XRechnung und ZUGFeRD zu erkennen. Er legt nahe, dass die Digitalisierung des Rechnungswesens nicht nur eine technische, sondern auch eine kulturelle Herausforderung darstellt, die eine Veränderung der Denkweise und eine stärkere Vernetzung von Prozessen erfordert. Die Einführung mobiler Scanning-Lösungen und die Möglichkeit der Konvertierung strukturierter Rechnungen sind Schritte in Richtung einer flexibleren und effizienteren Prozessgestaltung. Der Vortrag verschiebt die Perspektive von einer reinen Compliance-Orientierung hin zu einer strategischen Nutzung digitaler Technologien, um langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern. Dies erfordert von den Verantwortlichen, die Balance zwischen operativer Praxis und strategischem Ziel zu finden und gleichzeitig den kulturellen Wandel in ihren Organisationen voranzutreiben.

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