Einführung: Rechnungsaustausch heute und morgen

Einführung: Rechnungsaustausch heute und morgen
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
Präsentationsunterlagen verfügbar
Mitschrift verfügbar

Elektronischer Rechnungsaustausch: Herausforderungen und Lösungen für Compliance und Prozessoptimierung im B2B- und öffentlichen Sektor.

Christian Brestrich beleuchtet in seinem Vortrag die Herausforderungen und Entwicklungen des elektronischen Rechnungsaustauschs im B2B- und öffentlichen Sektor. Der Fokus liegt auf den rechtlichen Anforderungen und der Implementierung strukturierter Datenformate wie XRechnung. Der Beitrag bietet eine detaillierte Analyse der unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben und zeigt auf, wie Unternehmen ihre Verfahrensdokumentation praxisgerecht gestalten können. Die Perspektive richtet sich an Leiter:innen des Rechnungswesens und IT-Verantwortliche, die sich mit der Optimierung von Rechnungsprozessen auseinandersetzen.


Brestrich erklärt, dass elektronische Rechnungen rechtlich unterschiedlich definiert sind, was Unternehmen vor Herausforderungen stellt. Während das Umsatzsteuergesetz PDFs per E-Mail akzeptiert, fordern andere Gesetze strukturierte Formate wie XML. Unternehmen sollten daher Multikanal-Fakturierungssoftware nutzen, um sowohl PDFs als auch strukturierte Datenformate zu unterstützen. Zudem betont Brestrich die Bedeutung einer Verfahrensdokumentation, die den realen Prozessen entspricht, um Compliance sicherzustellen. Er sieht die Digitalisierung des gesamten Prozesses von der Bestellung bis zur Rechnung als notwendig an, um Automatisierungspotenziale voll auszuschöpfen. Methoden wie Purchase to Pay und Procure to Pay werden als Lösungsansätze vorgestellt.

Wir haben zwei Gesetze von zwei verschiedenen Ministerien, die den Begriff 'elektronische Rechnung' unterschiedlich definieren. Das Umsatzsteuergesetz betrachtet jede Rechnung im elektronischen Format als elektronisch, während das E-Rechnungsgesetz strukturierte Datenformate fordert. – Christian Brestrich


Die Verfahrensdokumentation muss der Praxis entsprechen. Es ist problematisch, wenn Unternehmen Prozesse dokumentieren, die sie nicht leben. – Christian Brestrich


Im B2B-Bereich gibt es eine große Durchdringung mit elektronischen Rechnungen, während im öffentlichen Sektor viele noch nicht wissen, dass sie betroffen sind. – Christian Brestrich

  • Elektronische Rechnungen sind rechtlich unterschiedlich definiert: Umsatzsteuergesetz akzeptiert PDF per E-Mail, während das E-Rechnungsgesetz strukturierte Formate wie XML fordert.
  • Unternehmen sollten Multikanal-Fakturierungssoftware einsetzen, um sowohl PDFs als auch strukturierte Datenformate zu unterstützen.
  • Die Verfahrensdokumentation muss den tatsächlich gelebten Prozessen entsprechen, um Compliance sicherzustellen.
  • Die Einführung von XRechnung und anderen strukturierten Formaten wird langfristig auch im B2B-Bereich an Bedeutung gewinnen.
  • Automatisierung im Rechnungsprozess erfordert eine durchgängige Digitalisierung von der Bestellung bis zur Rechnung.

Der elektronische Rechnungsaustausch steht im Spannungsfeld zwischen rechtlichen Anforderungen und praktischer Umsetzung. Die strategische Relevanz für mittelständische Unternehmen liegt in der Notwendigkeit, sich an unterschiedliche gesetzliche Vorgaben anzupassen, während sie gleichzeitig die Effizienz ihrer Prozesse steigern müssen. Ein zentraler Konflikt besteht in der Diskrepanz zwischen den flexiblen Definitionen des Umsatzsteuergesetzes und den strikten Anforderungen des E-Rechnungsgesetzes. Diese Divergenz führt zu einer Verantwortungsverschiebung, bei der Unternehmen gezwungen sind, Multikanal-Fakturierungssoftware zu implementieren, um sowohl PDFs als auch strukturierte Formate zu unterstützen. Der Beitrag macht deutlich, dass die Transformation hin zu einer durchgängigen Digitalisierung nicht nur technische, sondern auch kulturelle Barrieren überwinden muss, da viele Unternehmen noch an traditionellen Prozessen festhalten.


Der Vortrag liefert handlungsrelevante Impulse, indem er die Notwendigkeit einer praxisgerechten Verfahrensdokumentation betont, die den tatsächlich gelebten Prozessen entspricht. Dies ist entscheidend für die Compliance und die Optimierung des Rechnungsprozesses. Die Einführung strukturierter Formate wie XRechnung und ZUGFeRD 2.0 wird als unvermeidlicher Trend dargestellt, der die Perspektive von einer isolierten Prozessbetrachtung hin zu einem integrierten Ansatz verschiebt. Unternehmen werden aufgefordert, ihre operativen Praktiken mit strategischen Zielen der Digitalisierung in Einklang zu bringen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Beitrag inspiriert dazu, die Automatisierung als Chance für einen kulturellen Wandel zu begreifen, der über die reine Prozessoptimierung hinausgeht und eine neue Denkweise im Umgang mit digitalen Technologien fördert.

Der Zugriff auf das Video umfasst eine textuelle Aufarbeitung, die bereits mit einem Freemium-Account zugänglich ist.

Jetzt direkten Zugang freischalten!

Registriere Dich für einen Freemium-Zugang für die Shift/CX Plattform und erhalte direkten Zugang zum Mitschnitt und der Dokumentation.

Darüber hinaus bietet der Freemium-Account folgendes:
  • Zugang zu allen Freemium-Inhalten der Mediathek
  • Drei Credits für Freischaltung von Premium-Inhalten
  • Monatlicher Content-Newsletter mit redaktionell freigeschalteten Premium-Inhalten
  • Zugang zu geschlossener Linkedin-Gruppe
  • Besondere Plattform-Angebote
  • Kostenlos für immer!

Jetzt registieren & Zugang erhalten: