Einkauf und Dekarbonisierung - so geht CO2 Reduktion in den Lieferketten

Einkauf und Dekarbonisierung - so geht CO2 Reduktion in den Lieferketten
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
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CO2-Reduktion in Lieferketten: E-Procurement-Systeme als Schlüssel zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen und Prozesskostenreduktion.

David Ortner von DIG beleuchtet in seiner Keynote auf dem Shift/Finance Purchase-to-Pay FORUM 2023 die Herausforderungen und Lösungsansätze zur CO2-Reduktion in Lieferketten. Der Vortrag richtet sich an Einkaufsleiter und CFOs mittelständischer und größerer produzierender Unternehmen und bietet praxisnahe Einblicke in die Rolle von E-Procurement-Systemen. Diese Systeme tragen zur Prozesskostenreduktion, zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen wie der EU-Taxonomie und zur Steigerung der CO2-Transparenz bei. Ortner betont die Bedeutung der Digitalisierung im Einkauf als kontinuierlichen Prozess, der sich an den individuellen Bedürfnissen der Unternehmen orientiert.


Ortner hebt hervor, dass 90 % der CO2-Emissionen in der Fertigungsindustrie in den Lieferketten entstehen, was die Bedeutung von Scope-3-Emissionen unterstreicht. Die EU-Taxonomie und die CSRD-Berichtspflichten erfordern transparente CO2-Daten, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen. DIGs E-Procurement-Plattform bietet Funktionen zur CO2-Transparenz und Prozesskostenreduktion, unterstützt durch das Start-up Carbmy, das supplier-spezifische CO2-Footprints berechnet. Ortner sieht die Dekarbonisierung als stärkste Triebkraft und empfiehlt Unternehmen, sich intensiv mit E-Procurement auseinanderzusetzen, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Die strategische Rolle des Einkaufs verschiebt sich hin zu nachhaltigen und resilienten Lieferketten, was für die Marktteilnahme entscheidend sein wird.

Der Einkauf ist ein Gamechanger. Er muss die Digitalisierung vorantreiben und die Verantwortung für nachhaltige Lieferketten übernehmen. – David Ortner


Die EU-Taxonomie bringt neue Herausforderungen, aber auch Wettbewerbsvorteile durch nachhaltige Lieferketten. Unternehmen müssen sich darauf vorbereiten, um im Markt bestehen zu können. – David Ortner


Die CO2-Reduktion in den Lieferketten ist ein laufender Prozess. Unternehmen müssen Transparenz schaffen und mit Lieferanten zusammenarbeiten, um signifikante Einsparungen zu erzielen. – David Ortner

  • E-Procurement-Systeme ermöglichen eine sofortige Prozesskostenreduktion und eine Maverick-Buying-Quote unter 20%.
  • 90% der CO2-Emissionen in der Fertigungsindustrie entstehen in den Lieferketten, was die Bedeutung von Scope-3-Emissionen unterstreicht.
  • Die EU-Taxonomie und CSRD-Berichtspflichten erfordern transparente CO2-Daten in Lieferketten, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen.
  • Nachhaltige Lieferketten bieten Wettbewerbsvorteile und werden zunehmend zur Voraussetzung für Geschäftsbeziehungen.
  • Digitalisierung und Automatisierung im Einkauf sind entscheidend, um strategische Aufgaben wie Lieferantenmanagement und CO2-Reduktion zu bewältigen.

Die Dekarbonisierung von Lieferketten ist für mittelständische und größere produzierende Unternehmen von strategischer Bedeutung, da sie nicht nur regulatorische Anforderungen wie die EU-Taxonomie und CSRD-Berichtspflichten erfüllen müssen, sondern auch Wettbewerbsvorteile durch nachhaltige Geschäftsbeziehungen erzielen können. Die Herausforderung liegt in der Transformation der Einkaufsprozesse, die durch lange Entscheidungszyklen und abteilungsübergreifende Vorbehalte gebremst wird. Der Beitrag beleuchtet die strukturellen Widersprüche, die durch die Notwendigkeit entstehen, sowohl Kosteneffizienz als auch Nachhaltigkeit zu erreichen. Diese Spannungsfelder erfordern ein Umdenken im Einkauf, der sich von einer rein operativen Funktion zu einem strategischen Treiber für Nachhaltigkeit entwickeln muss. Die Einführung digitaler E-Procurement-Systeme wird als notwendiger Schritt zur Überwindung dieser Barrieren und zur Erreichung von CO2-Reduktionszielen dargestellt.


Der Beitrag fordert Unternehmen auf, ihre Einkaufsprozesse zu digitalisieren, um die Transparenz und Effizienz zu steigern und gleichzeitig CO2-Emissionen zu reduzieren. Die Integration von Tools wie Carbmy in E-Procurement-Systeme ermöglicht es, CO2-Daten direkt im Beschaffungsprozess zu berücksichtigen und alternative Produkte mit besseren CO2-Werten zu identifizieren. Dies verschiebt die Perspektive von einer reinen Kostenbetrachtung hin zu einer ganzheitlichen Bewertung, die Nachhaltigkeit und Compliance in den Vordergrund rückt. Der Beitrag leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Themas, indem er die Notwendigkeit eines kulturellen Wandels im Einkauf betont, der über die bloße Erfüllung regulatorischer Anforderungen hinausgeht und die strategische Rolle des Einkaufs in der Sicherstellung resilienter und nachhaltiger Lieferketten unterstreicht.

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