Eröffnung & Einordnung Tag 2

Eröffnung & Einordnung Tag 2
Mitschnitt-Länge: 20 Minuten
Mitschrift verfügbar

Automatisierung im Finanzbereich: Reifegradmodelle, Datenintegration, XRechnung und neue Rollen zwischen Monitoring und Governance.

Automatisierung im Finanz- und Rechnungswesen großer Unternehmen entwickelt sich entlang klarer Reifegradmodelle, die von der Digitalisierung einzelner Prozessschritte bis hin zu Echtzeit-Accounting und KI-gestützten Agentensystemen reichen. Der Beitrag eröffnet Tag 2 des Shift/Finance Automation Summit mit einer strukturierten Einordnung der aktuellen Herausforderungen und Handlungsfelder: Im Mittelpunkt stehen die Integration von KI-Agenten, die Sicherstellung von Datenqualität und -integration sowie die Auswirkungen regulatorischer Vorgaben wie der XRechnung. Die Perspektive richtet sich auf die Transformation der Rollen im Finanzbereich, die Verschiebung von operativen Aufgaben hin zu Monitoring und Governance sowie die Notwendigkeit, Verantwortlichkeiten über Abteilungsgrenzen hinweg neu zu definieren.

Im inhaltlichen Fokus stehen die vierstufige Reifegrad-Storyline für Automatisierung, die Differenzierung von Agenten-Konzepten (konversationale Schnittstellen, RPA-Bots, orchestrierende Agentensysteme) und die Bedeutung strukturierter Datenformate für nachgelagerte Prozesse. Der Beitrag benennt zentrale Problemfelder wie unklare End-to-End-Prozessverantwortung, Herausforderungen bei der Feldbelegungs-Governance und die Abhängigkeit von Datenqualität für den Erfolg von Automatisierungslösungen. Praxisbeispiele zur Dunkelbuchung und zur Umsetzung der XRechnung verdeutlichen, wie technische, organisatorische und regulatorische Anforderungen ineinandergreifen. Abschließend wird die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Transformation betont, bei der Datenintegration, klare Verantwortlichkeiten und die Befähigung der Mitarbeitenden als Grundlage für den erfolgreichen Einsatz von KI-gestützten Automatisierungslösungen im Finanzbereich dienen.

Wir müssen unsere Hausaufgaben bei Datenqualität und Integration machen – alles, was vorher schon brüchig war, wird durch KI nur sichtbarer und verschärft sich. – Björn Negelmann

Die Rolle der Menschen im Finanzbereich verschiebt sich: Operations wird zunehmend automatisiert, Monitoring und Governance rücken in den Mittelpunkt. – Björn Negelmann

Regulatorik und Standards sind kein Selbstzweck – erst strukturierte Daten ermöglichen echte Automatisierung und neue Potenziale im Rechnungswesen. – Björn Negelmann

  • Die Automatisierung im Finanz- und Rechnungswesen verläuft in mehreren Reifegradstufen, von der Automatisierung des Rechnungseingangs bis hin zum Echtzeit-Accounting.

  • Die Integration von KI-gestützten Agenten und Agentic AI eröffnet neue Möglichkeiten für die Prozessautomatisierung, erfordert aber eine hohe Datenqualität und saubere Datenintegration.
  • Regulatorische Anforderungen wie die XRechnung und die damit verbundenen Standards sind zentrale Treiber für die Digitalisierung und Automatisierung, bringen aber auch Herausforderungen bei der Umsetzung und Verantwortlichkeit mit sich.
  • Die Transformation im Finanzbereich verschiebt die Rolle der Mitarbeitenden zunehmend von operativen Tätigkeiten hin zu Monitoring, Koordination und Governance automatisierter Prozesse.
  • Unklare Verantwortlichkeiten und mangelnde End-to-End-Prozessverantwortung behindern die vollständige Automatisierung und Optimierung von Purchase to Pay und Rechnungsverarbeitung.

Automatisierung im Finanz- und Rechnungswesen großer Unternehmen bleibt ein Feld grundlegender Zielkonflikte: Die technische Machbarkeit schreitet rasant voran, doch die strukturellen und kulturellen Voraussetzungen hinken hinterher. Im Zentrum steht die Frage, wie Organisationen den Sprung von punktuellen Automatisierungen hin zu durchgängigen, datengetriebenen End-to-End-Prozessen schaffen. Die Integration von KI-basierten Agenten und die Einführung regulatorischer Standards wie der XRechnung verschärfen bestehende Widersprüche: Einerseits entstehen neue Möglichkeiten für Effizienz und Transparenz, andererseits offenbaren sich Defizite bei Datenqualität, Prozessverantwortung und Governance. Die eigentliche Barriere liegt weniger in der Technologie als in der fehlenden Klarheit über Verantwortlichkeiten, der Fragmentierung von Daten und Prozessen sowie der mangelnden Bereitschaft, operative Routinen zugunsten strategischer Steuerung und übergreifender Prozessverantwortung zu transformieren. Die Verschiebung der Rollen von Mitarbeitenden – weg von operativer Ausführung, hin zu Monitoring und Governance – bleibt häufig ein Lippenbekenntnis, solange die Organisation an alten Silostrukturen und unklaren Mandaten festhält.

Der Beitrag fordert dazu auf, Automatisierung nicht als rein technisches Projekt zu begreifen, sondern als umfassende Transformationsaufgabe, die Datenqualität, Prozessintegration und Verantwortungsstrukturen gleichermaßen adressiert. Die konsequente End-to-End-Sicht und die klare Mandatierung von Prozessverantwortung werden als zentrale Prinzipien herausgearbeitet, um die Potenziale von KI-gestützten Agenten und regulatorisch getriebenen Digitalisierungsschritten tatsächlich zu realisieren. Für die Zielgruppe bedeutet dies, operative Optimierung immer im Kontext strategischer und kultureller Veränderung zu denken: Erst wenn Datenflüsse, Verantwortlichkeiten und Governance-Strukturen neu ausgerichtet sind, entfaltet Automatisierung ihren vollen Wert. Die Reflexion über die Grenzen technischer Lösungen und die Notwendigkeit, bestehende Denkmodelle und Führungslogiken zu hinterfragen, verschiebt den Fokus von kurzfristigen Effizienzgewinnen hin zu nachhaltiger, resilienter Prozessgestaltung im Finanzbereich.

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