Fachvortrag: Aktuelles zu Steuern und Recht: E-Rechnung, Mobiles Scannen und GoBD: Chancen nutzen, Steuerrisiken minimieren

Fachvortrag: Aktuelles zu Steuern und Recht: E-Rechnung, Mobiles Scannen und GoBD: Chancen nutzen, Steuerrisiken minimieren
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
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Mitschrift verfügbar

E-Rechnungen und mobiles Scannen: Erfahren Sie, wie Sie rechtliche Anforderungen effizient umsetzen und Digitalisierungschancen nutzen.

Jakob Hamburg beleuchtet in seinem Vortrag die aktuellen Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation im Rechnungswesen, insbesondere im Kontext von elektronischen Rechnungen und mobiler Belegerfassung. Der Vortrag ist Teil der Shift/HR Talks 2022 und richtet sich an Fachverantwortliche im Finanz- und Rechnungswesen sowie Steuerberater:innen. Hamburg bietet einen tiefen Einblick in die rechtlichen Anforderungen, die durch die Digitalisierung entstehen, und zeigt auf, wie Unternehmen und öffentliche Verwaltungen diese Anforderungen effizient umsetzen können. Der Vortrag zeichnet sich durch seine hohe technische Tiefe und die praxisnahe Darstellung der Themen aus.


Im Zentrum stehen die steuerlichen Anforderungen der GoBD, die sicherstellen, dass elektronische Rechnungen im Ursprungsformat aufbewahrt werden müssen. Hamburg erklärt, dass die neue Fassung der GoBD das mobile Scannen von Belegen erlaubt, sofern die Vorgaben eingehalten werden. Zudem wird die Bedeutung der Verfahrensdokumentation hervorgehoben, die für die Nachvollziehbarkeit steuerrelevanter Prozesse essenziell ist. Der Vortrag bietet praktische Beispiele und betont die Notwendigkeit, die Entwicklungen in den jeweiligen Bundesländern zu beobachten, um Compliance sicherzustellen und die Chancen der Digitalisierung zu nutzen.

Die elektronische Rechnung ist in der öffentlichen Verwaltung Pflicht, unabhängig vom Auftragswert. Unternehmen sollten die Entwicklungen in ihrem Bundesland im Auge behalten, da sich die Regelungen ändern können. – Jakob Hamburg


Mobiles Scannen ist jetzt offiziell erlaubt, aber Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie die steuerlichen Anforderungen der GoBD einhalten. – Jakob Hamburg


Die Verfahrensdokumentation muss so detailliert sein, dass ein sachverständiger Dritter den Prozess nachvollziehen kann. Das ist entscheidend für die Einhaltung der GoBD. – Jakob Hamburg

  • Elektronische Rechnungen müssen den GoBD entsprechen und im Ursprungsformat aufbewahrt werden, um steuerrechtliche Anforderungen zu erfüllen.
  • Die neue GoBD-Fassung erlaubt das mobile Scannen von Belegen, wenn die entsprechenden Vorgaben eingehalten werden.
  • Die XRechnung ist der Standard für elektronische Rechnungen in der öffentlichen Verwaltung und basiert auf der europäischen Norm CEN.
  • Die Verfahrensdokumentation ist essenziell, um steuerrechtliche Anforderungen zu dokumentieren und Betriebsprüfern verständlich darzulegen.
  • Die Digitalisierung und Konvertierung von Rechnungen erfordert Maßnahmen zur Sicherstellung der Unveränderbarkeit und Datensicherheit.

Die digitale Transformation im Rechnungswesen stellt Unternehmen und öffentliche Verwaltungen vor komplexe Herausforderungen, die weit über technische Implementierungen hinausgehen. Der Beitrag beleuchtet die strategische Relevanz der elektronischen Rechnungsstellung und mobilen Belegerfassung, indem er aufzeigt, wie diese Prozesse nicht nur Effizienzgewinne versprechen, sondern auch tiefgreifende kulturelle und organisatorische Veränderungen erfordern. Ein zentrales Spannungsfeld entsteht durch die Notwendigkeit, traditionelle Arbeitsweisen mit den Anforderungen der Digitalisierung in Einklang zu bringen. Dies offenbart strukturelle Widersprüche, etwa zwischen der Flexibilität mobiler Technologien und den starren Vorgaben der steuerlichen Compliance. Die Herausforderung besteht darin, diese Widersprüche zu überwinden und eine neue Balance zwischen Effizienz und Regelkonformität zu finden.


Der Vortrag liefert wertvolle Impulse für die Praxis, indem er konkrete Empfehlungen zur Umsetzung der GoBD-konformen Prozesse gibt. Er fordert die Zielgruppe auf, die Digitalisierung nicht nur als technologische, sondern auch als kulturelle Transformation zu begreifen. Die Verfahrensdokumentation wird als zentrales Instrument hervorgehoben, um die Einhaltung steuerlicher Anforderungen sicherzustellen und gleichzeitig Schwachstellen im internen Kontrollsystem zu identifizieren. Diese Perspektive verschiebt den Fokus von einer rein operativen Umsetzung hin zu einem strategischen Verständnis der Digitalisierung als Treiber für organisatorischen Wandel. Der Beitrag inspiriert dazu, die Chancen der Digitalisierung proaktiv zu nutzen und die eigene Organisation zukunftsfähig zu gestalten, indem er die Bedeutung einer klaren Prozessdokumentation und der kontinuierlichen Anpassung an rechtliche Entwicklungen betont.

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