Praxisbericht: Einführung von elektronischen Rechnungsprozessen in der öffentlichen Verwaltung

Praxisbericht: Einführung von elektronischen Rechnungsprozessen in der öffentlichen Verwaltung
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
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Mitschrift verfügbar

Elektronische Rechnungsprozesse in der Verwaltung: Effizienzsteigerung durch Digitalisierung, agile Methoden und Change Management.

Kay Rudnik bietet in seinem Praxisbericht bei den Shift/HR Talks 2022 einen tiefen Einblick in die Einführung elektronischer Rechnungsprozesse in der öffentlichen Verwaltung. Der Vortrag richtet sich an Führungskräfte und Projektverantwortliche, die vor der Herausforderung stehen, digitale Rechnungsbearbeitung effizient und gesetzeskonform umzusetzen. Rudnik teilt seine umfangreiche Projekterfahrung und beleuchtet die spezifischen Anforderungen und Hürden im öffentlichen Sektor, die sich von denen der Privatwirtschaft unterscheiden. Der Bericht zeichnet sich durch eine hohe technische Tiefe und praxisnahe Beispiele aus, die die Komplexität und die notwendigen Schritte zur erfolgreichen Implementierung verdeutlichen.


Im Zentrum stehen die Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Digitalisierung von Rechnungsprozessen, die durch gesetzliche Vorgaben wie das E-Government-Gesetz getrieben werden. Rudnik hebt die Bedeutung sorgfältiger Planung, klarer Zieldefinitionen und der Einbindung aller relevanten Stakeholder hervor. Er beschreibt, wie automatisierte Prozesse Fehlerquoten reduzieren und den Belegfluss beschleunigen. Methoden wie agile Softwareentwicklung und Change Management werden als entscheidend für den Projekterfolg dargestellt. Die Akzeptanz der Mitarbeitenden wird durch transparente Kommunikation und gezielte Schulungen gefördert. Der Vortrag bietet konkrete Empfehlungen zur Projektorganisation, technischen Umsetzung und langfristigen Kostenplanung, um die nachhaltige Wirtschaftlichkeit der digitalen Rechnungsbearbeitung sicherzustellen.

Die Einführung elektronischer Rechnungsprozesse in der öffentlichen Verwaltung erfordert ein Umdenken der organisatorischen Abläufe, um den Anforderungen der digitalen Arbeitswelt gerecht zu werden. – Kay Rudnik


Einheitliche Prozesse und die Reduzierung manueller Bearbeitungsaufwände sind zentrale Ziele bei der Implementierung elektronischer Rechnungsbearbeitung, um Effizienz und Transparenz zu steigern. – Kay Rudnik


Die erfolgreiche Einführung solcher Systeme hängt maßgeblich von der Einbindung und Schulung der Mitarbeiter ab, um Widerstände zu minimieren und die Akzeptanz zu fördern. – Kay Rudnik

  • Die Einführung elektronischer Rechnungsbearbeitung erfordert eine sorgfältige Planung der Ressourcen, klare Zieldefinitionen und die Einbindung aller relevanten Stakeholder.
  • Automatisierte Prozesse wie Rechnungseingangsbücher und Workflows reduzieren Fehlerquoten und beschleunigen den Belegfluss erheblich.
  • Eine zentrale Organisation der Rechnungsbearbeitung bietet Vorteile wie einheitliche Prozesse, bessere Vertretungsregelungen und eine effizientere IT-Betreuung.
  • Die Akzeptanz der Mitarbeiter kann durch transparente Kommunikation, Schulungen und gesundheitsfördernde Arbeitsplatzgestaltung erhöht werden.
  • Die langfristigen Kosten und der laufende Betrieb digitaler Systeme müssen bei der Projektplanung berücksichtigt werden.

Die Einführung elektronischer Rechnungsprozesse in der öffentlichen Verwaltung ist ein strategisch bedeutsames Thema, das tief in die Strukturen und Arbeitsweisen von Behörden eingreift. Im Kontext der digitalen Transformation offenbart sich ein Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit zur Effizienzsteigerung und den Herausforderungen, die mit der Umstellung von analogen auf digitale Prozesse einhergehen. Die gesetzliche Verpflichtung zur Annahme von E-Rechnungen stellt einen klaren Handlungsdruck dar, der jedoch häufig durch unzureichende Berücksichtigung der Prüfungsprozesse und organisatorischen Hürden konterkariert wird. Diese Diskrepanz zwischen gesetzlichem Anspruch und operativer Realität verdeutlicht strukturelle Widersprüche und Veränderungsbarrieren, die es zu überwinden gilt. Der Beitrag macht deutlich, dass die Transformation nicht nur technologische Anpassungen erfordert, sondern auch einen kulturellen Wandel, der die Akzeptanz und Mitwirkung der Mitarbeitenden sicherstellt.


Aus dem Beitrag lassen sich mehrere handlungsrelevante Prinzipien ableiten. Die sorgfältige Planung und Einbindung aller Stakeholder wird als entscheidend für den Erfolg solcher Projekte hervorgehoben. Transparente Kommunikation und gezielte Schulungen sind essenziell, um Widerstände abzubauen und die Akzeptanz zu erhöhen. Der Beitrag fordert dazu auf, die langfristigen Kosten und den laufenden Betrieb digitaler Systeme in die Projektplanung einzubeziehen, um Fehleinschätzungen zu vermeiden. Er verschiebt die Perspektive von einer rein technologischen auf eine ganzheitliche Betrachtung, die auch kulturelle und organisatorische Aspekte berücksichtigt. Die Verbindung von operativer Praxis mit strategischen Zielen und kulturellem Wandel wird als Schlüssel zur nachhaltigen Implementierung digitaler Prozesse in der Verwaltung gesehen. Dies inspiriert Führungskräfte, über die reine Effizienzsteigerung hinauszudenken und die digitale Transformation als umfassenden Veränderungsprozess zu begreifen.

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