Automatisierte Finanz- und Liquiditätsplanung steht im Mittelpunkt dieses Impuls-Vortrags für CFOs und Controlling-Leitungen im Fitness- und Gesundheitssektor. Der Beitrag beleuchtet, wie die Integration weniger zentraler operativer Steuerungskennzahlen in die Planung eine durchgängige Verbindung zwischen operativem Berichtswesen, GuV und Liquiditätssteuerung schafft. Die Perspektive basiert auf konkreten Praxiserfahrungen aus filialisierten Dienstleistungsunternehmen mit hoher Datenkomplexität und legt einen besonderen Fokus auf die Verbindung von operativen Kennzahlen und Echtzeit-Reporting als Grundlage für proaktive Unternehmenssteuerung.
Im Zentrum steht ein Steuerungsmodell, das operative Kennzahlen wie Kundenzahl, durchschnittlicher Umsatz pro Kunde, Churn Rate, Marketingkosten pro Neukunde, Personalkostenquote, Kosten pro Quadratmeter und Capex als Ausgangspunkt für die automatisierte Planung nutzt. Die Planung erfolgt rollierend mit permanentem Soll-Ist-Abgleich und ermöglicht Szenarien-Analysen in Echtzeit. Der Beitrag beschreibt die praktische Umsetzung in fünf Schritten: Identifikation der relevanten Kennzahlen, Aufbau eines konsistenten Datenmanagements, Integration in die Planung, Anwendung im operativen Geschäft und kontinuierliche Überwachung der Datenqualität. Die Rolle des CFO verschiebt sich dabei in Richtung datengetriebener Steuerung mit hohem IT-Anteil. Menschliche Steuerung bleibt trotz Automatisierung zentral, insbesondere bei der Validierung von Daten und der Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen. Excel wird weiterhin als Auswertungswerkzeug genutzt, ist aber für die Konsolidierung großer Datenmengen nicht mehr ausreichend. Die Empfehlung lautet, sich auf wenige, aber belastbare operative Steuerungskennzahlen zu konzentrieren, die eine direkte Verbindung zur Liquidität und zum operativen Ergebnis haben, um eine echte Steuerungswirkung zu erzielen.