Expertengespräch: Auf dem Weg zu einem automatisierten Purchase-to-Pay-Prozess

Expertengespräch: Auf dem Weg zu einem automatisierten Purchase-to-Pay-Prozess
Mitschnitt-Länge: 20 Minuten
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Automatisierte Dokumentenverarbeitung im Mittelstand: Effizienzsteigerung durch abteilungsübergreifende Prozessdigitalisierung.

Das Expertengespräch im Rahmen der Shift/HR Talks 2022 beleuchtet die Digitalisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen im Mittelstand, mit einem besonderen Fokus auf automatisierte Dokumentenverarbeitung. Bettina Vogl, Teamleiterin im Projektmanagement Office von Henrichsen AG, teilt ihre Erfahrungen aus der Praxis und bietet Einblicke in die Herausforderungen und Chancen der Prozessdigitalisierung. Der Beitrag richtet sich an Führungskräfte aus Einkauf, Finance und IT, die durch abteilungsübergreifende Zusammenarbeit Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen erzielen möchten. Die Diskussion hebt die Bedeutung der Integration von OCR-Technologien und ERP-Systemen hervor, um manuelle Arbeitsschritte zu reduzieren und die Fehlerquote zu minimieren.


Im Gespräch wird deutlich, dass die Digitalisierung von Purchase-to-Pay-Prozessen nicht nur technische Anpassungen erfordert, sondern auch ein umfassendes Change Management. Vogl betont die Notwendigkeit, alle relevanten Abteilungen frühzeitig in den Prozess einzubinden, um eine reibungslose Umsetzung zu gewährleisten. Workshops zur Prozessaufnahme und die Anpassung von Softwarelösungen sind zentrale Methoden, um die Digitalisierung erfolgreich zu gestalten. Ein durchgängiger Datenfluss von der Bedarfsmeldung bis zur Rechnungsbezahlung wird als Schlüssel zur Effizienzsteigerung identifiziert. Die Erfahrungen von Henrichsen AG zeigen, dass die Digitalisierung nicht nur Großunternehmen vorbehalten ist, sondern auch mittelständischen Unternehmen erhebliche Vorteile bietet.

Der Mittelstand kann von der Digitalisierung des Purchase-to-Pay-Prozesses genauso profitieren wie Großunternehmen. Es geht darum, Effizienzpotenziale zu heben, ohne von Projektkosten erschlagen zu werden. – Bettina Vogl


Die Digitalisierung des Purchase-to-Pay-Prozesses bedeutet nicht nur, Rechnungen digital abzubilden, sondern die relevanten Informationen bereits in den vorgelagerten Systemen bereitzustellen, um den Prozess zu automatisieren. – Bettina Vogl


Ein erfolgreiches Projekt erfordert, dass alle Abteilungen an einem Tisch sitzen und gemeinsam einen Prozess definieren, der für alle funktioniert. Change Management ist dabei genauso wichtig wie die technische Umsetzung. – Bettina Vogl

  • Die Digitalisierung von Purchase-to-Pay-Prozessen reduziert manuelle Arbeitsschritte und ermöglicht effizientere Abwicklungen.
  • Abweichungen zwischen Bestellung, Bestellbestätigung und Lieferschein können durch digitale Unterstützung frühzeitig erkannt und behoben werden.
  • Ein erfolgreiches Projekt erfordert abteilungsübergreifende Zusammenarbeit und frühzeitige Einbindung aller relevanten Stakeholder.
  • Change Management ist essenziell, um die Akzeptanz und den Erfolg von Prozessdigitalisierungen sicherzustellen.
  • Die Integration strukturierter Rechnungen ermöglicht eine automatische Verarbeitung und reduziert Fehler sowie Durchlaufzeiten.

Die Digitalisierung von Purchase-to-Pay-Prozessen im Mittelstand ist von strategischer Bedeutung, da sie nicht nur Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen ermöglicht, sondern auch die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit fördert. Ein zentrales Spannungsfeld liegt in der Diskrepanz zwischen der weit fortgeschrittenen Digitalisierung von Rechnungsprozessen und den noch stark papierbasierten, manuellen Abläufen in vorgelagerten Prozessen wie Bestellung und Wareneingang. Diese Lücke offenbart einen blinden Fleck in der Prozessdigitalisierung, der durch eine fehlende Integration und frühzeitige Erfassung von Informationen entsteht. Die Herausforderung besteht darin, die Verantwortlichkeiten klar zu definieren und die organisatorischen Barrieren zu überwinden, die durch Silodenken und unzureichende Kommunikation entstehen. Der Beitrag macht deutlich, dass Transformation nicht nur eine technische, sondern auch eine kulturelle Aufgabe ist, die eine umfassende Einbindung aller relevanten Stakeholder erfordert.


Der Beitrag liefert wertvolle Impulse für die Praxis, indem er auf die Notwendigkeit einer strukturierten Projektplanung und eines effektiven Change Managements hinweist. Er fordert dazu auf, die Digitalisierung nicht isoliert als IT-Projekt zu betrachten, sondern als integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie, der alle Abteilungen einbezieht. Die Empfehlung, bereits in den vorgelagerten Prozessen für einen durchgängigen Datenfluss zu sorgen, verschiebt die Perspektive von einer reaktiven zu einer proaktiven Prozessgestaltung. Dies trägt zur Reduktion von Fehlern und zur Verkürzung der Durchlaufzeiten bei, was letztlich die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen stärkt. Der Beitrag inspiriert dazu, die Digitalisierung als Chance für einen kulturellen Wandel zu begreifen, der flexible Arbeitsmodelle und eine zukunftsfähige Organisation ermöglicht.

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