Eröffnung & Ice Breaker: Finance Automation 2026 – wo der Engpass wirklich liegt

Eröffnung & Ice Breaker: Finance Automation 2026 – wo der Engpass wirklich liegt
Mitschnitt-Länge: 20 Minuten
Mitschrift verfügbar

Wo Automatisierung im Finanzbereich an Grenzen stößt: Reifegrade, organisatorische Engpässe und Handlungsfelder für nachhaltige Skalierung.

Digitale Transformation und Automatisierung im Finanz- und Rechnungswesen stehen im Mittelpunkt dieser Impuls-Keynote, die den Auftakt zum Shift/Finance SUMMIT 2026 bildet. Die Veranstaltung adressiert Fach- und Projektverantwortliche aus mittelständischen Unternehmen und Konzernen und setzt einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die Herausforderungen und Potenziale bei der Einführung und Skalierung von Automatisierungslösungen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Wechselwirkung zwischen regulatorischen Anforderungen wie der E-Rechnungspflicht, technologischen Innovationen wie agentischen Systemen und den notwendigen organisatorischen Veränderungen. Die Keynote zeichnet sich durch eine systematische Einordnung der aktuellen Entwicklungen, eine Reifegradbetrachtung und die Fokussierung auf die praktische Umsetzbarkeit im Unternehmenskontext aus.

Im Zentrum der Ausführungen stehen die unterschiedlichen Entwicklungsstufen bei der Digitalisierung von Rechnungsprozessen, die Integration neuer Technologien wie KI-basierter Analyse- und Automatisierungslösungen sowie die Bedeutung von Datenqualität und Systemintegration. Die größten Engpässe identifiziert der Beitrag nicht in der Technologie, sondern in der organisatorischen Adoption, der Anpassung von Prozessen und der Befähigung der Mitarbeitenden. Die Keynote benennt konkrete Handlungsfelder: Anpassung von Governance-Strukturen, Überprüfung von Rollenbildern im Finanzbereich und Entwicklung eines datenbasierten Steuerungsmodells mit Echtzeit-Transparenz. Studienergebnisse und Praxisbeispiele verdeutlichen, dass die nachhaltige Transformation weniger an technischen Hürden, sondern an der Integration in bestehende Organisationsstrukturen und der Akzeptanz bei den Mitarbeitenden scheitert. Die Veranstaltung bietet einen Rahmen, um diese Herausforderungen zu diskutieren und Lösungsansätze für unterschiedliche Unternehmensgrößen zu identifizieren.

Der Engpass bei Finance Automation liegt nicht in der Technologie, sondern in der Anpassung von Prozessen, Organisation und Menschen. – Björn Negelmann

95 Prozent der KI-Pilotprojekte scheitern nicht an der Technik, sondern an Adoption, Governance und Integration in die Organisation. – Björn Negelmann

Die Pflicht zur elektronischen Rechnung gibt den entscheidenden Push, aber echte Transformation gelingt nur, wenn wir Betriebsmodell, Rollenverständnis und Befähigung konsequent weiterentwickeln. – Björn Negelmann

  • Die Automatisierung im Finanz- und Rechnungswesen ist in vielen Unternehmen noch nicht flächendeckend umgesetzt, insbesondere bei Ausnahmen und Sonderfällen bestehen weiterhin Herausforderungen.

  • Die E-Rechnungspflicht und neue Technologien wie KI sind zentrale Treiber für die Digitalisierung und Automatisierung, wobei die Datenqualität und Systemintegration entscheidende Erfolgsfaktoren bleiben.
  • Die Einführung intelligenter, agentischer Systeme erfordert nicht nur technologische Anpassungen, sondern vor allem Veränderungen im Operating Model, der Governance und bei den beteiligten Menschen.
  • Die größten Hürden bei Finance Automation liegen weniger in der Technologie, sondern in der organisatorischen Adoption, der Anpassung von Prozessen und der Befähigung der Mitarbeitenden.
  • Ein durchgängiges, datenbasiertes Steuerungsmodell mit Echtzeit-Transparenz ist das Zielbild für moderne Finanzorganisationen, wird aber bislang selten vollständig erreicht.

Die digitale Transformation im Finanz- und Rechnungswesen offenbart einen grundlegenden Zielkonflikt zwischen technologischem Fortschritt und organisationaler Realität. Während regulatorische Impulse und neue Technologien wie agentische Systeme die Automatisierung vorantreiben, bleibt der eigentliche Engpass in der strukturellen und kulturellen Verankerung dieser Veränderungen. Die verbreitete Fokussierung auf technische Lösungen greift zu kurz, wenn die Anpassung von Prozessen, Governance-Strukturen und Rollenbildern nicht mitgedacht wird. Der Beitrag legt offen, dass die größten Barrieren nicht in der Technologie selbst, sondern in der organisationalen Adoption und der Befähigung der Mitarbeitenden liegen. Die Vorstellung, Automatisierung sei primär ein IT-Projekt, erweist sich als Denkfehler. Vielmehr verschiebt sich die Verantwortung für den Erfolg der Transformation auf die Führungsebene, die strategische Ausrichtung, Standards und die kontinuierliche Entwicklung der Organisation sicherstellen muss. Die Reifegradunterschiede zwischen Unternehmen und die Herausforderungen bei Ausnahmen und Sonderfällen machen deutlich, dass Standardisierung und Automatisierung nicht deckungsgleich sind und dass operative Exzellenz ohne kulturellen Wandel nicht erreichbar ist.

Der Beitrag fordert dazu auf, die digitale Transformation als umfassenden Veränderungsprozess zu begreifen, der weit über die Implementierung neuer Tools hinausgeht. Entscheidend ist die Entwicklung eines datenbasierten Steuerungsmodells, das Echtzeit-Transparenz ermöglicht und die Rolle der Finanzfunktion neu definiert. Die Reflexion über das eigene Betriebsmodell, die Anpassung von Rollen und die gezielte Befähigung der Mitarbeitenden werden als zentrale Prinzipien herausgestellt. Für die Praxis bedeutet das: Führungskräfte müssen operative Automatisierung mit strategischer Organisationsentwicklung verbinden und die Mitarbeitenden aktiv in den Wandel einbinden. Die Perspektive verschiebt sich von der Frage nach dem „Was“ und „Warum“ hin zum „Wie“ der nachhaltigen Transformation. Damit liefert der Beitrag einen inspirierenden Impuls für die Weiterentwicklung der Finanzorganisation und adressiert die Notwendigkeit, kulturelle und strukturelle Barrieren als zentrale Handlungsfelder zu begreifen.

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