Modul 1: Einführung und rechtliche Rahmenbedingungen

Modul 1: Einführung und rechtliche Rahmenbedingungen
Mitschnitt-Länge: 166110 Minuten
Präsentationsunterlagen verfügbar
Mitschrift verfügbar

Christian Brestrich erläutert die Unterschiede zwischen Umsatzsteuergesetz und E-Rechnungsgesetz bei elektronischen Rechnungen im öffentlichen Sektor.

Christian Brestrich, Geschäftsführer der B&L Management Consulting GmbH, bietet in diesem Workshop einen tiefgehenden Einblick in die rechtlichen Rahmenbedingungen der elektronischen Rechnungsstellung im öffentlichen Sektor. Der Fokus liegt auf der Vermittlung der Unterschiede zwischen den gesetzlichen Anforderungen des Umsatzsteuergesetzes und des E-Rechnungsgesetzes. Die Teilnehmer:innen, vornehmlich Leiter:innen von Finanz- und Rechnungswesen sowie Lieferantenmanager, erhalten praxisnahe Informationen zur Umsetzung von XRechnung und anderen Formaten. Der Workshop zeichnet sich durch seine hohe technische Tiefe und die Einbindung praktischer Beispiele aus, die den Teilnehmenden helfen, die komplexen Anforderungen besser zu verstehen und umzusetzen.


Zentrale Aussagen des Workshops betreffen die gesetzlichen Definitionen elektronischer Rechnungen und die damit verbundenen Herausforderungen für öffentliche Auftraggeber und Lieferanten. Ein PDF per E-Mail wird nicht als elektronische Rechnung anerkannt, was insbesondere für öffentliche Auftraggeber von Bedeutung ist, die ab April 2020 verpflichtet sind, strukturierte Datenformate wie die XRechnung zu akzeptieren. Brestrich hebt die Bedeutung der Leitweg-ID als eindeutige Adressierung für elektronische Rechnungen hervor und empfiehlt, diese nicht zu fein granular zu vergeben, um Verwirrung zu vermeiden. Die Teilnehmer:innen werden ermutigt, sich frühzeitig mit den technischen und organisatorischen Anforderungen vertraut zu machen, um die rechtlichen Vorgaben fristgerecht zu erfüllen.

Eine elektronische Rechnung ist nicht einfach ein PDF per E-Mail. Die rechtlichen Vorgaben verlangen einen strukturierten Datensatz, der elektronisch weiterverarbeitet werden kann. - Christian Brestrich


Die unterschiedlichen Definitionen von elektronischen Rechnungen in verschiedenen Gesetzen führen zu Verwirrung, insbesondere bei Lieferanten, die nicht wissen, welche Anforderungen sie erfüllen müssen. - Christian Brestrich


Die verpflichtende Annahme elektronischer Rechnungen durch öffentliche Auftraggeber ab dem 18. April 2020 ist ein entscheidender Schritt, um den digitalen Rechnungsprozess zu standardisieren. - Christian Brestrich

  • Eine elektronische Rechnung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes ist jede Rechnung in elektronischem Format, während das E-Rechnungsgesetz strukturierte Daten fordert.
  • Ein PDF per E-Mail gilt nicht als elektronische Rechnung gemäß den neuen rechtlichen Vorgaben für öffentliche Auftraggeber.
  • Öffentliche Auftraggeber müssen ab dem 18.04.2020 elektronische Rechnungen annehmen können, während Lieferanten ab dem 27.11.2020 verpflichtet sind, diese zu senden.
  • Die XRechnung ist das empfohlene Format für die elektronische Rechnungsstellung im öffentlichen Sektor in Deutschland.
  • Die Leitweg-ID dient als eindeutige Adressierung für elektronische Rechnungen innerhalb der öffentlichen Verwaltung.

Die elektronische Rechnungsstellung im öffentlichen Sektor ist von strategischer Bedeutung, da sie nicht nur die Effizienz der Verwaltung steigert, sondern auch die Einhaltung rechtlicher Vorgaben sicherstellt. Der Beitrag beleuchtet die Diskrepanz zwischen den gesetzlichen Anforderungen und der praktischen Umsetzung, insbesondere die Verwirrung, die durch unterschiedliche Definitionen und Regelungen entsteht. Diese strukturellen Widersprüche offenbaren einen grundlegenden Denkfehler: Während eine einheitliche europäische Norm angestrebt wird, führen nationale Anpassungen zu einem Flickenteppich an Regelungen, der den länderübergreifenden Handel erschwert. Die Transformation hin zu einer digitalen Rechnungsstellung wird durch diese Barrieren gebremst, was einen Zielkonflikt zwischen der angestrebten Effizienzsteigerung und der tatsächlichen Umsetzung offenbart.


Der Beitrag fordert die Zielgruppe auf, sich proaktiv mit den rechtlichen und technischen Anforderungen auseinanderzusetzen und die notwendigen organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen. Er hebt hervor, dass die XRechnung als Standardformat im öffentlichen Sektor etabliert werden sollte, um die Komplexität zu reduzieren und die Handhabung für Lieferanten zu erleichtern. Diese Empfehlung verschiebt die Perspektive von einer rein operativen Umsetzung hin zu einem strategischen Ziel, das einen kulturellen Wandel in der Verwaltung erfordert. Die Reflexionsimpulse regen dazu an, bestehende Prozesse kritisch zu hinterfragen und die Verantwortlichkeiten klar zu definieren, um die Transformation erfolgreich zu gestalten.

Der Zugriff auf das Video umfasst eine textuelle Aufarbeitung, die bereits mit einem Freemium-Account zugänglich ist.

Jetzt direkten Zugang freischalten!

Registriere Dich für einen Freemium-Zugang für die Shift/Finance Plattform und erhalte direkten Zugang zum Mitschnitt und der Dokumentation.

Darüber hinaus bietet der Freemium-Account folgendes:
  • Zugang zu allen Freemium-Inhalten der Mediathek
  • Drei Credits für Freischaltung von Premium-Inhalten
  • Monatlicher Content-Newsletter mit redaktionell freigeschalteten Premium-Inhalten
  • Zugang zu geschlossener Linkedin-Gruppe
  • Besondere Plattform-Angebote
  • Kostenlos für immer!

Jetzt registieren & Zugang erhalten: