Modul 3: Organisatorische Konzeption

Modul 3: Organisatorische Konzeption
Mitschnitt-Länge: 163230 Minuten
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Digitalisierung von Rechnungsprozessen in Verwaltungen: Effizienz steigern, gesetzliche Vorgaben erfüllen, Prozesse modernisieren.

Christian Brestrich beleuchtet in einem Workshop die Digitalisierung von Rechnungs- und Freigabeprozessen in öffentlichen Verwaltungen. Der Fokus liegt auf der Einführung elektronischer Rechnungsbearbeitungssysteme, um Effizienz zu steigern und gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Brestrich fordert die Teilnehmer auf, bestehende Prozesse kritisch zu hinterfragen und zu modernisieren, indem sie traditionelle Abläufe wie die Vielzahl an Unterschriften auf Auszahlungsanordnungen überdenken. Er betont die Bedeutung der Reduktion von Durchlaufzeiten durch elektronische Systeme und die Notwendigkeit, gesetzliche Anforderungen mit pragmatischer Prozessoptimierung zu verbinden.


Im Workshop wird die Einführung digitaler Workflows als zentraler Schritt zur Vermeidung paralleler Papier- und elektronischer Prozesse hervorgehoben. Brestrich diskutiert die Herausforderungen und Chancen der Automatisierung, einschließlich der Bedenken von Buchhaltern hinsichtlich Arbeitsplatzverlusten. Er erläutert, dass die vollständige Automatisierung kurzfristig nicht realistisch ist, aber langfristig Transparenz und Effizienz steigern kann. Die Nutzung von Tools wie OCR und XRechnung wird als essenziell für die Prozessoptimierung beschrieben. Brestrich empfiehlt, die Digitalisierung als Chance zur Prozessoptimierung zu nutzen und alle Beteiligten frühzeitig einzubinden.

Für öffentliche Auftraggeber bietet die gesetzliche Vorgabe zur Prozessmodernisierung eine Chance, gewachsene Strukturen zu verschlanken und zu modernisieren. – Christian Brestrich


Die größte Einsparung durch elektronische Systeme liegt in der Durchlaufzeit, nicht in der Bearbeitungszeit. – Christian Brestrich


Ein elektronisches Rechnungseingangsbuch bietet eine Transparenz, die in Papierform nicht möglich ist. – Christian Brestrich

  • Die Einführung elektronischer Rechnungsbearbeitungssysteme reduziert die Durchlaufzeit, nicht jedoch unmittelbar die Bearbeitungszeit.
  • Ein zentrales Rechnungseingangsbuch erhöht die Transparenz und ermöglicht die Nachverfolgung von Rechnungen in Echtzeit.
  • Die Digitalisierung von Rechnungsprozessen erfordert die Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben, insbesondere bei Freigabe- und Anordnungsprozessen.
  • Einheitliche digitale Workflows sind entscheidend, um parallele Papier- und elektronische Prozesse zu vermeiden.
  • Die Qualität der Kreditorenstammdaten ist essenziell für eine erfolgreiche Automatisierung.

Die Digitalisierung von Rechnungs- und Freigabeprozessen in öffentlichen Verwaltungen ist ein strategisch bedeutendes Thema, das tief in die organisatorische Transformation eingreift. Der Beitrag beleuchtet die strukturellen Spannungsfelder zwischen traditionellen Verwaltungspraktiken und der Notwendigkeit zur Modernisierung. Ein zentraler Konflikt besteht in der Balance zwischen gesetzlichen Anforderungen und der pragmatischen Optimierung von Prozessen. Historisch gewachsene Strukturen, wie die Vielzahl an Unterschriften auf Auszahlungsanordnungen, werden hinterfragt, um Effizienzsteigerungen zu ermöglichen. Diese Transformation erfordert ein Umdenken in der Führungsebene, da Verantwortlichkeiten neu verteilt und etablierte Abläufe kritisch überprüft werden müssen. Die Einführung elektronischer Systeme wird als Chance gesehen, um überkommene Prozesse zu verschlanken und die Transparenz zu erhöhen, jedoch bleibt die Herausforderung bestehen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen mit den Möglichkeiten der Digitalisierung in Einklang zu bringen.


Der Beitrag liefert wertvolle Impulse für die praktische Umsetzung der Digitalisierung in der Verwaltung. Er fordert die Zielgruppe auf, bestehende Prozesse nicht nur digital abzubilden, sondern grundlegend zu überdenken und zu optimieren. Die Einführung elektronischer Rechnungsbearbeitungssysteme wird als Mittel zur Reduktion von Durchlaufzeiten und zur Erhöhung der Transparenz dargestellt, wobei die Qualität der Kreditorenstammdaten als entscheidend für den Erfolg der Automatisierung hervorgehoben wird. Der Beitrag verschiebt die Perspektive von einer rein operativen Umsetzung hin zu einer strategischen Neuausrichtung, die kulturellen Wandel und organisatorische Anpassungen erfordert. Er motiviert Führungskräfte, die Digitalisierung als integralen Bestandteil der Prozessoptimierung zu begreifen und alle Beteiligten frühzeitig in den Wandel einzubeziehen, um nachhaltige Effizienzsteigerungen zu erzielen.

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