Vibe Coding: The Missing Layer in Finance Automation

Vibe Coding: The Missing Layer in Finance Automation
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
Präsentationsunterlagen verfügbar
Mitschrift verfügbar

Wie der Vibe Coding Layer Fachbereiche befähigt, produktive Finance-Lösungen in natürlicher Sprache zu entwickeln und Entwicklungszyklen verkürzt.

Felix Holfelder, Manager Strategic Finance Automation bei Person_15 AG, stellt in einer Impuls-Keynote auf dem Shift/Finance Automation SUMMIT 2026 einen Ansatz zur Überwindung der Trennung zwischen IT und Fachbereich im Finanzbereich vor. Im Zentrum steht der sogenannte Vibe Coding Layer, der es ermöglicht, Anforderungen aus dem Fachbereich in natürlicher Sprache zu formulieren und daraus direkt lauffähige Software zu generieren. Die Präsentation richtet sich an fortgeschrittene Fach- und IT-Verantwortliche in Scale-ups der Immobilienbranche mit Fokus auf Dekarbonisierung und adressiert die Herausforderungen bei der Ablösung von Legacy-Systemen, der schnellen Entwicklung produktiver Lösungen und der Reduktion manueller Aufwände.

Im Vortrag analysiert Holfelder zunächst die strukturellen Grenzen klassischer Automatisierung im Finanzbereich, insbesondere die Abhängigkeit von IT-Sprints, starre Workflows und die daraus resultierenden langen Entwicklungszyklen. Er grenzt den Vibe Coding Layer klar von No Code- und Low Code-Ansätzen ab und zeigt anhand konkreter Use Cases, wie Tools wie Codex und Claude Code genutzt werden, um produktive Lösungen zu entwickeln, die von mehreren Teams eingesetzt werden können. Die IT übernimmt im neuen Modell Infrastruktur, Hosting und Cybersecurity, während der Fachbereich die Ownership für die entwickelten Lösungen trägt. Der Wechsel vom klassischen Projektdenken zum Produktmodus ermöglicht es, Features innerhalb von Stunden zu implementieren und die Entwicklungszyklen deutlich zu verkürzen. Ein zentrales Erfolgskriterium bleibt die Datenqualität, deren Sicherstellung als kontinuierlicher Prozess verstanden wird. Abschließend gibt Holfelder praxisnahe Empfehlungen für den Einstieg in die neue Arbeitsweise und betont die Notwendigkeit klarer Governance-Strukturen, um Fragmentierung und Qualitätsprobleme zu vermeiden.

Alles, was wir in den letzten fünf bis sieben Jahren im Bereich Finance Automation gebaut haben, ist bereits wieder Legacy – nicht wegen AI, sondern weil wir oft das falsche Problem gelöst haben. – Felix (Manager Strategic Finance Automation, Paul Tech AG)

Vibe Coding ist kein weiteres Tool, sondern ein neuer Layer, der es Fachbereichen ermöglicht, in natürlicher Sprache Lösungen zu bauen, die wirklich gebraucht werden – unabhängig von klassischen IT-Abhängigkeiten. – Felix (Manager Strategic Finance Automation, Paul Tech AG)

Der Erfolg von Finance Automation steht und fällt mit der Datenqualität: Ohne saubere, zentrale Datenbasis verlieren auch die besten automatisierten Lösungen sofort das Vertrauen der Nutzer. – Felix (Manager Strategic Finance Automation, Paul Tech AG)

  • Reine Automatisierung im Finanzbereich stößt an strukturelle Grenzen, da sie oft das falsche Problem adressiert und zu hoher Abhängigkeit von der IT führt.

  • Der Vibe Coding Layer ermöglicht es Fachbereichen, in natürlicher Sprache Anforderungen zu formulieren, die direkt in lauffähige Software umgesetzt werden.
  • Die Einführung des Vibe Coding Layers erfordert einen Wechsel vom klassischen Projektdenken hin zu einem Produktmodus im Finance Operating Model.
  • Die Verantwortung der IT verschiebt sich auf die Bereitstellung von Infrastruktur, Cybersecurity und Schnittstellen, während der Fachbereich die Ownership der Lösungen übernimmt.
  • Die Qualität und Akzeptanz der neuen Lösungen hängt maßgeblich von der Datenqualität und einer zentralen Datenbasis ab.

Vibe Coding adressiert einen zentralen Zielkonflikt der Finance Automation: die strukturelle Trennung von IT und Fachbereich, die in klassischen Operating Models zu Reibungsverlusten, Abhängigkeiten und Innovationsstaus führt. Die These, dass bisherige Automatisierungsinitiativen im Finanzbereich oft am eigentlichen Problem vorbeigehen, legt einen grundlegenden Denkfehler offen: Automatisierung wird zu häufig als technisches Projekt verstanden, nicht als Transformation der Wertschöpfung im Fachbereich. Die Einführung eines Vibe Coding Layers verschiebt die Verantwortlichkeiten und ermöglicht es, die Ownership für produktive Lösungen direkt im Fachbereich zu verankern. Damit wird die klassische Rollenteilung zwischen IT als Umsetzer und Fachbereich als Anforderer aufgebrochen. Die Herausforderung liegt weniger in der Technologie selbst als in der Bereitschaft, etablierte Steuerungs- und Kontrollmechanismen zu hinterfragen und die Rolle der IT neu zu definieren. Vibe Coding macht sichtbar, dass nachhaltige Automatisierung nicht durch Tool-Einführung, sondern durch einen Paradigmenwechsel im Organisationsmodell gelingt.

Für die operative Praxis bedeutet dies, dass Prinzipien wie Produktorientierung, Datenverantwortung und kollaborative Governance an Bedeutung gewinnen. Die konsequente Fokussierung auf Datenqualität als Erfolgsfaktor verschiebt die Perspektive von kurzfristigen Effizienzgewinnen hin zu nachhaltiger Wertschöpfung. Die Zielgruppe wird aufgefordert, die eigene Rolle im Automatisierungsprozess neu zu denken: Nicht mehr als passiver Nutzer von IT-Lösungen, sondern als aktiver Gestalter produktiver Systeme. Die Beispiele aus der Immobilienbranche zeigen, dass Vibe Coding nicht nur Entwicklungszyklen verkürzt, sondern auch die Fragmentierung der Tool-Landschaft adressiert, sofern Governance und Qualitätskontrolle institutionell verankert werden. Der Beitrag fordert dazu auf, operative und strategische Verantwortung neu auszubalancieren und kulturelle Barrieren zwischen IT und Fachbereich aktiv abzubauen. Damit leistet er einen substanziellen Beitrag zur Weiterentwicklung von Finance Automation als integrative, fachbereichsgetriebene Disziplin.

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