Die Automatisierung im Rechnungs- und Finanzwesen ist weit vorangeschritten. E-Rechnung, digitale Verbuchung und integrierte Prozesse sind vielerorts Realität. Mit agentenbasierten KI-Ansätzen beginnt jedoch eine neue Phase: Automatisierte Systeme greifen stärker in Entscheidungen und Prozesssteuerung ein – und verändern damit die Anforderungen an Governance, Kontrolle und Verantwortlichkeiten im Finance-Betrieb.
Der Finance Automation SUMMIT 2026 diskutiert, wie Unternehmen diese Entwicklung praktisch umsetzen können. Im Fokus stehen Erfahrungen aus Projekten entlang der zentralen Finance-Prozesskette – von E-Rechnung über Purchase-to-Pay und Record-to-Report bis hin zu Abschluss, Reporting und datenbasierter Steuerung.

Judith Leopold
Principal | Digital Finance, KEYE

Kenny Petzold
Senior Manager, PwC Deutschland

Antonia Frenzel
Chief Financial Officer, ZIM Aircraft Seating

Hauke Fröhling
CFO, Easyfitness Holding
Finance Automation 2026: Ausnahmen und Governance beherrschen
Mit der E-Rechnungspflicht verschiebt sich der Druck im Finanz- und Rechnungswesen: Es geht nicht mehr nur darum, Rechnungen digital einzureichen, sondern Prozesse digital zu steuern. Viele Organisationen stabilisieren derzeit ihre Eingangs- und Prüfprozesse, während gleichzeitig KI-gestützte Automatisierung, schnellere Abschlussanforderungen und neue Formen der Prozesssteuerung auf die Agenda rücken.
Damit wird Finance Automation zur Infrastrukturaufgabe. Datenqualität, Ausnahmebehandlung, Kontrollfähigkeit und Systemintegration entscheiden, ob automatisierte Prozesse verlässlich laufen und ob Reporting, Compliance und Steuerung belastbar bleiben. Agentic AI kann diese Entwicklung beschleunigen – ersetzt aber nicht Governance, klare Verantwortlichkeiten und stabile Prozesslogiken.

Themenrahmen: Von E-Invoicing über End-to-End-Betrachtung bis Operating Model
Der Shift/Finance Automation SUMMIT 2026 bringt Verantwortliche aus Finance, Accounting, Compliance und IT zusammen, um Automatisierung nicht nur als Technologie, sondern als Betriebsmodell zu diskutieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Automatisierung, Datenintelligenz und Governance so zusammenspielen können, dass Prozesse nicht nur schneller, sondern dauerhaft steuerbar bleiben.
Der Themenrahmen folgt den zentralen Finance-Prozessketten und ihren typischen Engpässen:
- Agentic AI & Finance Automation: Delegation, Ausnahmen und Governance im operativen Einsatz
- Finance Process Automation: End-to-End-Umsetzung, Datenqualität und Controls im laufenden Betrieb
- E-Rechnungspflicht & AP Automation: Pflichtanforderungen, Validierung und Ausnahmefälle
- P2P End-to-End: Zusammenspiel von Procurement, AP, ERP-Integration und Transparenz
- Finance Operating Model: Rollen, Decision Rights und Zusammenarbeit von Finance und IT
- R2R bis Echtzeit-Accounting: Closing-Automation, Continuous Accounting und Vertrauen in Zahlen

Warum teilnehmen?
Der SUMMIT ist als kompakte zweitägige Online-Fachkonferenz aufgebaut. Keynotes liefern Orientierung und ein gemeinsames Begriffsverständnis, Fachbeiträge zeigen konkrete Umsetzungsansätze aus Projekten und Praxis. Diskussionsformate dienen dem Abgleich: Wo funktioniert Automatisierung im Alltag – und wo entstehen neue Abhängigkeiten, Risiken und Ausnahmeprozesse?
Der erste Tag endet mit einer Townhall, die zentrale Fragen bündelt und Prioritäten sichtbar macht. Der zweite Tag führt diese Themen in Richtung Operating Model und Record-to-Report weiter und schließt mit einer Abschlussdiskussion zu den wichtigsten Entscheidungsfeldern für 2026.
Typische Herausforderungen, die aktuell in vielen Finance-Teams gleichzeitig aufschlagen:
- Datenqualität und Stammdaten-Governance: Fehler wandern sonst in die Automatisierung und werden teurer statt seltener.
- Ausnahmen statt Standardfälle: Der Aufwand entsteht meist in Sonderfällen, nicht in der Dunkelverarbeitung.
- Unklare Verantwortlichkeiten: Finance, Accounting, Compliance und IT arbeiten an denselben Bruchstellen – aber mit unterschiedlichen Decision Rights.
- Kontrollen im Prozessbetrieb: Controls, Evidenzen und Audit-Trails fehlen oft dort, wo Automatisierung tatsächlich läuft.
- Integration und Schnittstellenlogik: End-to-End entsteht über Datenmodelle, Workflows und Monitoring – nicht über Tool-Ketten.
- Change im Operating Model: Rollen, Skills und Betriebsprozesse für Regeln, Modelle und Workflows sind häufig noch nicht definiert.
- Tempo im Closing vs. Belastbarkeit: Schnellere Zyklen erhöhen den Druck, wenn Reconciliations, Journals und Abstimmungen nicht stabil automatisieren.

BLOCK 1: AGENTIC AI & FINANCE AUTOMATION
Agentic AI for Finance Automation: Where Delegation Works – and Where Controls Must Stay Human
Finance Automation 2026: Why Data Quality, Rules and Controls Matter More Than More Tools


KI & Finance Automation: Wie verändert sich das Finanz- & Rechnungswesen
BLOCK 2: FINANCE PROCESS AUTOMATION IN DER PRAXIS

End-to-End Finance Automation: Von Piloten zum stabilen Prozessbetrieb

Erfahrungsbericht zur Einführung einer Finance Automation

E‑Rechnung und Automatisierung in der Finanzabteilung: Warum Compliance allein nicht reicht
Automation in Operations: Monitoring, Controls and Ownership After Go-Live
BLOCK 3: E-RECHNUNGSPFLICHT & AP AUTOMATION
E-Rechnungspflicht: Was sind die nächste Regularien, die es zu erfüllen gilt.

Erfolgsfaktoren für die AP Automation
BLOCK 4: P2P END-TO-END: FROM WORKFLOW TO PROCESS CONTROL
Invoice Exceptions beherrschbar machen: PO-Mismatch, Steuern, Dubletten – mit klaren Entscheidungswegen

E-Rechnungspflicht als Booster für automatisierte P2P Prozesse


Townhall: Wie verändert die KI das Operating Model im P2P Ansatz
BLOCK 5: RETHINKING FINANCE OPERATING MODEL

From Meetings To Models: GenAI based Documentation of your Processes

Vom KPI zur Liquidität - Automatisierte Planung mit echter Steuerungswirkung

Operating Model Reality Check: How to Scale Automation and Agentic AI Responsibly
BLOCK 6: R2R UND DER WEG ZUM ECHTZEIT-ACCOUNTING





